Stadion Zürich

Neues Zürcher Fussballstadion soll 2017 fertig sein

Hier soll das neue Stadion entstehen: Die Überresten des ehemaligen Hardturmstadions (Archiv)

Hier soll das neue Stadion entstehen: Die Überresten des ehemaligen Hardturmstadions (Archiv)

Bis 2017 soll auf dem Areal des ehemaligen Hardturm-Stadions in Zürich ein Fussballstadion mit 19'000 Plätzen entstehen. Weil die Anliegen der Fussballclubs GC und FCZ berücksichtigt werden, dürfte der Bau teurer zu stehen kommen als ursprünglich geplant.

Man habe in den vergangenen Monaten zahlreiche und intensive Gespräche mit verschiedenen Beteiligten geführt, sagte der Vorsteher des Hochbaudepartements, André Odermatt. Dieser Aufwand habe sich gelohnt.

Für Gerold Lauber, der das Schul- und Sportdepartement leitet, handelt es sich um "das richtige Stadion am richtigen Ort." Das geplante Stadion soll unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen und wird eine variable Anzahl Sitz- und Stehplätze aufweisen. So sind für nationale Spiele etwa 12'400 Sitz- und 6600 Stehplätze geplant.

Für internationale Partien können die Rampen zu einem reinen Sitzplatz-Stadion mit 16'000 Plätzen umgebaut werden. Das Stadion wird damit insgesamt 19'000 Personen Platz bieten. Noch vor einem Jahr ging der Stadtrat von höchstens 16'000 Plätzen aus.

Getrennte Fankurven

Je 3300 Stehplätze sind für die Heimkurven von GC und FCZ reserviert. Diese werden räumlich getrennt: So wird die Kurve von GC im Norden, jene des FCZ im Süden des neuen Stadions platziert. Damit sei der Stadtrat den Anliegen der Clubs und des Stadtparlaments entgegenkommen.

Die Änderungen gegenüber einem reinen Sitzplatz-Stadion sowie die Trennung der Heimkurven führen laut Lauber zu höheren Investitions- und Betriebskosten als geplant. Die auswärtigen Fans beispielsweise sollen vom Bahnhof Altstetten via eine spezielle Passerelle direkt zum Stadion geführt werden. Damit ist eine Trennung von den Fans des Heimclubs möglich.

Die Sicherheitskosten im neuen Stadion beziffert Polizeivorsteher Daniel Leupi bestenfalls auf rund 600'000, schlechtestenfalls auf 1,4 Millionen Franken pro Jahr und Club. Die Kostenbeteiligung der Clubs von maximal 500'000 Franken müsste damit angepasst werden.

Der Stadtrat rechnet mit Investitionskosten von rund 150 Millionen Franken - plusminus 20 Prozent, wie Finanzvorstand Martin Vollenwyder sagte. Mit eingerechnet sind eine Parkgarage, zusätzliche Infrastruktur ums Stadion sowie der Stadionplatz. Bisher war die Stadt von 128 Millionen Franken ausgegangen.

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