Der Genfer Club ist bereits Anfang 2005 unter einem Schuldenberg von 15 Millionen Franken einmal Konkurs gegangen. Danach wagte der Club einen sportlichen Neuanfang. Erst im Fühling 2011 stiegen die Genfer dann wieder in die höchste Liga auf.

Der 17-fache Meister, der schon 2005 seine Bilanz hatte deponieren müssen und sich danach in der 1. Liga wiederfand, muss nun entweder einen Käufer finden, der die Schulden übernimmt, oder sich mit den Gläubigern einigen.

Das Communiqué von Servette-Präsident Majid Pishyar:

Liebe Freunde,

Heute ist ein trauriger Tag für Genf. In den letzten vier Jahren haben mein Team und ich den Weg bereitet für ein erfolgreiches Servette. Dank dem grossen Support von 32Group haben wir das höchste Niveau im Schweizer Fussball erreicht. Den Klub zurück in die Super League zu bringen, war kein einfaches Unterfangen. Ich war nichtsdestotrotz überzeugt, dass ich Unterstützung erhalten würde von der Politik und Wirtschaft in Genf. Diese Unterstützung entsprach leider nicht meinen Erwartungen. Ich habe alle Partner dazu eingeladen, am Erfolg von Servette zu partizipieren. Zu meiner grossen Trauer hat uns nur eine Minderheit untertstütSchwerenzt. Bei dieser möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken. Sie werden auf immer in der Geschichte von Servette eingraviert sein.

Die letzten Wochen waren für alle, die Servette lieben, sehr schwer zu ertragen. Seien Sie überzeugt, dass wir alles unternommen haben, um dem Klub die Zukunft zu sichern. Trotzdem musste ich einen schwierigen Entscheid fällen und mich damit abfinden, schweren Herzens, die Bilanz zu deponieren. Nichtsdestotrotz kämpfen wir weiter für Servette.

Ich bin unendlich dankbar für den Professionalismus, den Spieler und Trainerstab an den Tag gelegt haben, für ihren Mut und ihre Beharrlichkeit. Ich bin stolz auf euch!

Ich möchte mich auch bei allen bedanken, die mit mir gearbeitet haben.

Zum Schluss spreche ich den Fans grosse Dankbarkeit aus. Sie waren immer da, in den Momenten des Schmerzes genauso wie in den Momenten des Sieges.

Ich habe immer mein bestes getan im Interesse des Vereins und hätte gern weitergemacht. Ich bin aber überzeugt, dass ein Ausweg gefunden werden kann, damit Servette weiterhin ganz Genf mit seiner Pracht vereint.

Majid Pishyar.
(rsn/sda)