FC Aarau
Nauris Bulvitis unterschreibt wohl bald in seiner Heimat

Vor gut zwei Wochen haben der FC Aarau und der lettische Verteidiger Nauris Bulvitis den Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen vorzeitig aufgelöst. Seither trainiert der 27-Jährige bei Spartaks Jurmala, wo er demnächst unterschreiben dürfte.

Dean Fuss
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Nauris Bulvitis während des Trainingslagers des FC Aarau in Belek

Nauris Bulvitis während des Trainingslagers des FC Aarau in Belek

Dean Fuss

Nur wenige Tage nachdem Nauris Bulvitis seinen Vertrag beim FC Aarau in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst hatte, nahm er das Training beim lettischen Tabellen-Sechsten Spartaks Jurmala auf - bei dem Klub also, von dem der FCA «Letten-Bomber» Edgars Gauracs ausgeliehen hat.

Noch bis am Donnerstag weilt Bulvitis zusammen mit dem Team von Spartaks Jurmala im Trainingslager in Belek, wo er im Januar bereits mit seinem Ex-Klub Aarau stationiert war. Der 27-Jährige hat im Trainingslager bereits vier Testspiele mit Spartaks bestritten und trug bereits bei seinem ersten Auftritt die Captain-Binde.

Screenshot von sportacentrs.com Bereits in seinem ersten Testspieleinsatz mit Spartaks Jurmala lief Nauris Bulvitis als Captain auf

Screenshot von sportacentrs.com Bereits in seinem ersten Testspieleinsatz mit Spartaks Jurmala lief Nauris Bulvitis als Captain auf

Screenshot/sportacentrs.com

Derzeit deutet alles darauf hin, dass Bulvitis zum Start der neuen Saison in der lettischen Virsliga am 13. März beim letztjährigen Tabellen-Sechsten unterschreiben wird - zumindest wenn sich keine anderen Optionen ergeben sollten. Zwar sollen ihm Angebote aus dem Ausland vorgelegen haben, allerdings keines, das ihn überzeugen konnte.

Bulvitis hatte zwischen 2011 und 2013 bereits bei Spartaks unter Vertrag gestanden und damals 45 Einsätze (3 Tore) für den Klub bestritten.

Der verlorene Stammplatz in der Nationalmannschaft

Im Winter 2014 hatte Bulvitis von Skonto Riga zum FC Aarau gewechselt und bis zu seinem Abgang vom Brügglifeld 23 Pflichtspiele im FCA-Trikot bestritten. In der Hinrunde der laufenden Saison war er aber kaum mehr zum Einsatz gekommen. Weil er deswegen seinen Platz in der Innenverteidigung der lettischen Nationalmannschaft zu verlieren drohte, wollte ihm die Aarauer Klub-Führung keine Steine in den Weg legen und stimmte einer vorzeitigen Auflösung des Vertrages, der eigentlich bis im Sommer 2015 Gültigkeit gehabt hätte, zu.

«Bei Spartaks wird Bulvitis ohne jede Frage gesetzt sein», sagt der lettische Sportjournalist Mikelis Osis. Ob Bulvitis aber auch in der Nationalmannschaft wieder zur ersten Garde gehören wird, wagt Osis zu bezweifeln. «Dort hat er seinen Stammplatz verloren, steht in der Hierarchie der Innenverteidiger an dritter Stelle. Das wird sich mit einem Engagement bei Spartaks kaum ändern.»

Hoffen auf ein lukratives Angebot

Dass sich Bulvitis aber mit der Unterschrift bei Spartaks noch Zeit lässt, könnte auch noch andere Gründe haben: Die Verdienstmöglichkeiten in der lettischen Virsliga sind im internationalen Vergleich alles andere als rosig. «Aber für lettische Verhältnisse würde er sicher einen guten Lohn erhalten», sagt Osis. Er geht davon aus, dass Bulvitis kurz vor dem 13. März bei Spartaks einen Vertrag bis zum kommenden Sommer unterschreiben dürfte. So kommt er wenigstens zu Spielpraxis.