Challenge League

Nächster FCA-Gegner Stade Lausanne-Ouchy: Ein Aussenseiter auf der Überholspur

FC Stade-Lausanne-Ouchy - FC Lausanne-Sport; Dylan Tavares (Lausanne-Ouchy, L) und Roland Etienne Ndongo (Lausanne-Ouchy, M) jubelt nach dem Spiel mit Fans (Pascal Muller/freshfocus)

Stade Lausanne-Ouchy: Ein Aufsteiger im Erfolgsrausch

FC Stade-Lausanne-Ouchy - FC Lausanne-Sport; Dylan Tavares (Lausanne-Ouchy, L) und Roland Etienne Ndongo (Lausanne-Ouchy, M) jubelt nach dem Spiel mit Fans (Pascal Muller/freshfocus)

Stade Lausanne-Ouchy ist das Team der Stunde. Nach drei Siegen in Serie möchte das Team von Andrea Binotto im Aarauer Brügglifeld für die nächste Überraschung sorgen. Das Momentum hat der Aufsteiger dabei auf seiner Seite.

Wer hätte das gedacht! Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy grüsst nach dem 7. Spieltag vom 4. Tabellenplatz der Challenge League mit stolzen 10 Punkten auf dem Konto. Zuletzt feierten die Westschweizer in der Liga gar drei Siege in Serie. Nun trifft die Mannschaft der Stunde am Dienstagabend auf den FC Aarau.

Nicht wenige Schweizer Fussballfans haben sich Ende August verdutzt die Augen gerieben. Gleich im ersten Lausanner Derby auf Profistufe bezwingt der krasse Aussenseiter Stade Lausanne-Ouchy den Ligaprimus Lausanne-Sport mit 3:0. Es ist ein Ausrufezeichen des Aufsteigers, den man zuvor noch nicht so wirklich auf der Rechnung hatte, obwohl der Underdog bereits gegen Schaffhausen einen Dreier einfahren konnte. 

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Treffen mit einem alten Bekannten

Angesichts der Erfolgswelle, auf der die Lausanner derzeit reiten, darf von einer heiklen Angelegenheit für das Team von Patrick Rahmen gesprochen werden, obwohl man prominente Namen beim Gegner praktisch vergeblich sucht.

Eine Ausnahme dabei bildet Michael Perrier, der dem FCA noch bestens bekannt ist. Der defensive Mittelfeldspieler absolvierte im Dress der Aarauer 108 Pflichtspiele, ehe er im Januar 2019 zum damaligen Promotion-League-Tabellenführer wechselte.

Perrier war beim FCA für seinen leidenschaftlichen Einsatz bekannt. Freshfocus

Perrier war beim FCA für seinen leidenschaftlichen Einsatz bekannt. Freshfocus

Während er in der letzten Spielzeit noch mehrheitlich als Stammspieler agierte, kam Perrier in dieser Saison noch nicht auf Touren. Trotz zwei Torvorlagen, musste sich der Walliser seither mit einer Reservistenrolle begnügen, was zuletzt auch verletzungsbedingte Gründe hatte. 

Brüder auf der Erfolgswelle 

Ein weitaus bekannterer Name, der sogar international auf Anerkennung stösst, trägt Trainer Andrea Binotto. Nicht etwa, weil der Mathematik-Professor vom Gymnasium de la Cité eine glorreiche Fussballer-Karriere hinter sich hätte, sondern weil sein Bruder Mattia Binotto im vergangenen Januar zum Teamchef bei Ferrari ernannt wurde. «Wir ticken ähnlich, wir haben die gesamte Jugend zusammen verbracht und haben engen Kontakt», erklärte Andrea kürzlich dem Blick

Gemessen am sportlichen Erfolg dürfte diese Aussage zutreffen. Denn auch für Trainer Andrea lief es in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich. Der Coach mit dem Spitznamen «Der Professor» feierte mit seinem Team seit seiner Übernahme 2012 drei Aufstiege, warf 2017 den FC Sion aus dem Cup und erhielt in der vergangenen Saison ein Angebot für den Posten als Assistenz-Trainer von Christan Constantin. Er hätte sich in dieser Position allerdings nicht wohl gefühlt, erwähnt Binotto rückblickend.

Fc Stade - Lausanne - Ouchy vs Fc Sion (16.09.17)

Dass er das Angebot von CC abgelehnt hat, wird der 48-jährige Lausanner aktuell nicht bereuen, schliesslich zieht er auch in der Challenge League die richtigen Fäden.

Schnelles Umschaltspiel: Eine stärke von Lausanne-Ouchy

Seine Mannschaft überzeugt mit leidenschaftlichem Fussball, schnellem Umschaltspiel sowie  attraktiven Kontern und brachte damit zuletzt vermeintlich grössere Gegner zur Verzweiflung. Man muss sich also aus Aarauer Sicht auf einen harten Kampf einstellen, wenn das schwächer eingestufte Stade-Lausanne Ouchy am Dienstagabend im Brügglifeld aufläuft. Ein Selbstläufer wird diese Partie garantiert nicht. 

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