Die Swiss Football League (SFL) verurteilt das Verhalten der Personen aus dem Sektor des Grasshopper Club Zürich, das am vergangenen Sonntag zum Abbruch der Partie zwischen dem FC Luzern und GC geführt hatte, aufs Schärfste und ergreift entsprechende Massnahmen. Unmittelbar im Anschluss an die Vorkommnisse gelangte die SFL mit dem Gesuch an die Polizeibehörden, die 57 Personen, die das Spielfeld betreten hatten, zu identifizieren, damit gegen sie alle ein Stadionverbot ausgesprochen werden kann.

Die Liga ist seit heute Dienstag im Besitz von erforderlichen Personalien und konnte die ersten Stadionverbote verhängen. Zu den ersten Sanktionierten gehören unter anderen die beiden Personen, die einen GC-Spieler tätlich angegriffen, sowie drei weitere Anhänger, die das Spielfeld betreten hatten.

Die Sanktionen sind ab sofort wirksam und gelten schweizweit. Die Dauer der Verbote variiert zwischen drei und fünf Jahren. «Es ist unsere Pflicht gegenüber allen friedlichen Fussballfans, diejenigen Personen mit einem langjährigen Stadionverbot zu belegen, die bewusst den geregelten Ablauf der Meisterschaft stören und sich nicht an unsere Regeln halten», lässt sich Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League, in einer Mitteilung zitieren.

«Besonderes schockierend war der tätliche und verbale Angriff gegen einen dunkelhäutigen Spieler. Gegen rassistische Denkweisen und jegliche Art von Diskriminierung müssen wir alle gemeinsam vehement vorgehen.» (rem) 

GC-Rietiker: «Auch ich schäme mich»

GC-Rietiker: «Auch ich schäme mich»

Am Montag nach dem Skandalspiel in Luzern treten GC-Präsident Stephan Rietiker und Trainer Uli Forte vor die Medien. Rietiker schäme sich für das Verhalten der GC-Chaoten am Sonntag, sieht im Abstieg eine Möglichkeit zur Restrukturierung und hält Uli Forte «selbstverständlich für den richtigen Trainer».