Der FC Basel wird im nächsten Frühjahr nicht in der Champions League spielen. Dies steht nach der 1:2-Niederlage gegen Paris Saint-Germain fest. Ob er wie stets in den letzten sechs Jahren international überwintert und in der Europa League weiterspielt, wird in den letzten beiden Runden beantwortet. Verliert er am 23. November bei Ludogorets, ist der Zug abgefahren, hilft ihm auch ein Sieg gegen Arsenal nicht mehr.

Nachdem der FCB vor zwei Wochen in Paris bei der 0:3-Niederlage dreimal den Pfosten getroffen hatte, war die Hoffnung da, im Rückspiel sei etwas möglich. Doch der PSG war dadurch sichtlich gewarnt und zeigte im St. Jakob-Park ein anderes Gesicht, spielte hoch konzentriert und mit viel Engagement. Er war lange Zeit eine Klasse besser als die Basler, versäumte es aber, sein Übergewicht in mehr als ein Tor umzumünzen. Und als der FCB sich dann eine knappe Viertelstunde vor Schluss doch einmal dem Pariser Tor näherte und Einwechselspieler Luca Zuffi einen Flankenball in Richtung gegnerisches Tor drosch, wurde dieser länger und länger und schlug schliesslich über dem verdutzen Alphonse Aréola zum 1:1-Ausgleich im Tor ein. Die 34 639 Zuschauer trauten ihren Augen nicht: Basel hatte aus dem Nichts ausgeglichen.

Doch beinahe wäre es noch dicker gekommen für die Franzosen. Kurz nachdem Geoffroy Serey Die mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden war, besass Joker Marc Janko nach Zuffis Freistossflanke die Chance zum 2:1, doch der Österreicher vergab – und wurde wenig später mit seinem Team brutal bestraft. Als in der letzten Minute der Belgier Thomas Meunier mit einem Volley aus 22 Metern spektakulär zum 2:1 für den PSG ins Netz traf. Und damit mitten ins Herz der Basler, die sich zu einem Schlussspurt aufgerafft hatten und dann doch mit leeren Händen dastanden. Wie gewonnen, so zerronnen.

Die grosse Basler Enttäuschung

«Das ist unglaublich bitter», sagte FCB-Trainer Urs Fischer. «Das ist ein sehr trauriger Tag, ich bin total enttäuscht. Wir hatten doch den Punkt schon in den Händen», sagte Goalie Tomas Vaclik. Torschütze Meunier sagte: «Es ist für einen Aussenverteidiger selten, dass er ein solches Siegtor schiesst. Für mich ist mein erstes Champions-League-Tor ein grosser Moment. Doch wir hätten das zweite Tor schon viel früher schiessen müssen.»

Die Basler hatten die Pariser spielen lassen und auf gegnerische Fehler gelauert. Doch der PSG war aufmerksam, liess nichts zu und hatte durch Edinson Cavani die grosse Chance aufs Führungstor. Aber der Stürmerstar aus Uruguay verzockte sich bei seinem Heber (19.). Bei Basel kam Matias Delgado zu zwei guten Schussgelegenheiten, doch mehr als Halbchancen waren dies nicht. Als dann kurz vor der Pause Renato Steffen wenig abgeklärt einen Cornerball verschuldete und die Kugel hinten im Strafraum bei Meunier landete, hiess es Sekunden später 1:0 für den PSG. Der missglückte Schuss Meuniers wurde glückhaft von Blaise Matuidi ins Tor gelenkt. Beim zweiten Schuss brauchte der Belgier dann das Glück nicht mehr: Er war perfekt. 

Impressionen von den Abschlusstrainings der beiden Teams sowie den Pressekonferenzen gibt es hier: