Saisonstart
Nach schwieriger Vorbereitung: Fischer vor Pflichtspieldebüt beim FCB

Am Sonntag (ab 13.45 Uhr im Liveticker) startet der FC Basel mit dem Spiel gegen den FC Vaduz in die neue Super League-Saison. Wenn es nach Urs Fischer geht, ist es dafür noch etwas zu früh.

Céline Feller
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Urs Fischer und sein Vize-Captain Zdravko Kuzmanovic hätten gerne etwas mehr Zeit gehabt für die Vorbereitung.

Urs Fischer und sein Vize-Captain Zdravko Kuzmanovic hätten gerne etwas mehr Zeit gehabt für die Vorbereitung.

Keystone

Es ist noch keinen ganzen Monat her, als Urs Fischer am 18. Juni als neuer Cheftrainer des FC Basel vorgestellt wurde. Nun geht es für ihn am Sonntag (13.45 Uhr) bereits los. Der erste Ernstkampf steht auf dem Programm, die ersten drei Punkte der neuen Saison müssen gegen den schwächeren Gegner vom FC Vaduz zwingend her.

Doch wie weit ist der FCB? Wie gut kennt Fischer sein Team? «Ich spüre die Mannschaft gut», sagt er an der Vorschau-Pressekonferenz heute Freitag. «Wir haben in den vier Wochen der Vorbereitung irgendwo gute Arbeit geleistet.» Ganz einfach sei es aber nicht gewesen. «Wir haben mit einer ersten Gruppe angefangen, dann kam die 2. Gruppe bestehend aus den Nationalspielern dazu. Und die drei neuen Spieler Janko, Kuzmanovic und Bjarnason kamen noch später dazu.» Dies sei sicher eine Schwierigkeit gewesen, die «wir aber denke ich gut aufgefangen haben.»

Nichtsdestotrotz gibt Fischer zu, dass er gerne etwas mehr Zeit gehabt hätte, «aber Zeit haben wir ja keine. Wir müssen am Sonntag ready sein.»

Etwas mehr Zeit hätte auch Zdravko Kuzmanovic gerne gehabt. Es sei die kürzeste Vorbereitung, die er je gehabt habe: «Ich habe zirka zehn Trainingstage hinter mir», so der Neuzugang, der quasi direkt aus den Ferien ins Trainingslager des FCB an den Tegernsee gereist ist. «Ich kann noch nicht bei voller Kraft sein. Aber das Spiel am Mittwoch, die 45 Minuten, die haben mir gut getan.» Ob es ihm schon für 90 Minuten reicht, wollte weder er, noch Fischer sagen. «Kuz steht im Aufgebot», so Fischers Antwort.

Und auch wenn es Kuzmanovic, der am Mittwoch eindrücklich seine Wichtigkeit und seine Führerqualitäten bewiesen hat, noch nicht ganz fit ist, hat Fischer auf der Position im defensiven Mittelfeld diverse Alternativen. Mohamed Elneny, Taulant Xhaka, Luca Zuffi, Robin Huser – sie alle könnten als Sechser spielen. Den grossen Konkurrenzkampf schätzt Kuzmanovic: «Ich finde es immer gut, wenn es Konkurrenzkampf gibt. Wir haben super Spieler, jeder wird Gas geben.» Und für eine lange Saison von 50 bis 60 Spieler brauche es eben auch viele Spieler. Der Stimmung schade der Kampf um einen Stammplatz auch nicht, so Kuzmanovic «Die ist super.»

Organisiert, offensiv, kreativ

Stammplätze scheint Fischer aber ohnehin nicht – oder noch nicht – vergeben zu haben. «Es macht keinen Sinn, sich auf 11 oder 12 Spieler zu konzentrieren.» Deshalb sei in der Vorbereitung darauf geachtet worden, dass alle Spieler ein gewisses Niveau haben. Weil, so Fischer, «es alle braucht.»

Egal wer am Ende auf dem Platz steht, Fischer sei es einfach wichtig, dass die Mannschaft immer alles probiert, Lösungen finden will und die richtigen Entscheidungen treffen kann. «Ausserdem ist Kreativität von jedem gewünscht. Ich will eine flexible Mannschaft, die sehr gut organisiert ist und den Ball zurückerobert.» Und die erste Devise laute immer, den Ball nach vorne zu bringen.

Dies werde gegen Vaduz nicht ganz so einfach, so Fischer: «Man hat gesehen, wie schwer sie uns das Leben im letzten Spiel gemacht haben.» Deshalb erwartet Fischer, der sich das Spiel von Vaduz vom Donnerstagabend geschaut hat, einen Gegner, der ähnlich spielen wird wie in der letzten Saison, trotz den Neuzugänge um Moreno Costanzo von YB.

Um Vaduz zu schlagen kann Fischer dabei auf fast alle Spieler aus seinem noch sehr grossen Kader zurückgreifen. Verzichten muss er nur auf Philipp Degen, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat, Ivan Ivanov, der sich noch immer im Aufbau befindet, und Marc Janko, der eine kleine muskuläre Blessur hat. «Wenn wir es erzwingen wollten, würde es gehen, dass er spielt, aber da die Saison noch lang ist, wollen wir lieber vorsichtig sein.»

Noch nicht zur Mannschaft gestossen ist Derlis González, der aufgrund seines Einsatzes an der Copa América längeren Urlaub genoss. Wann er wieder zum Einsatz kommt, ist noch unklar, da Fischer ihn bisher auch nur als Gegner «und vom Fernsehen» kennt.

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