WM 2018
Nach der Doppeladler-Affäre: 5 Szenen, in denen aus Sport Politik wurde

Im Sport kommt es immer wieder zu politischen Manifestationen. Nicht alle sind gut gemeint. Wir haben fünf Momente der Sportgeschichte herausgesucht, in denen die Politik mitspielte. Xherdan Shaqiri taucht dabei auch auf. Klicken Sie sich durch die Bildergalerie (oben).

Merken
Drucken
Teilen
Freundschaft statt Rassismus Jesse Owens (22), farbiger Sprinter und Weitspringer aus den USA, gewinnt vier Goldmedaillen. Vorgesehen war, dass die Arier-Rasse ihre sportliche Überlegenheit zeigt. Stattdessen zeigt sein Rivale Luz Long (mit 7,87 m Zweiter im Weitsprung) menschliche Grösse und umarmt den Sieger. Die gemeinsame Ehrenrunde dürfte den Führer geschmerzt haben. Long starb 1943 im Krieg.
5 Bilder
Grossdeutschland floppte 1938, nach dem Anschluss Österreichs, fuhr auf Befehl der NS-Führung eine paritätisch gebildete Mannschaft «Grossdeutschland» an die WM nach Frankreich. Sie scheiterte an der Schweiz (1:1 und 2:4). 1941 spielte man in Stuttgart 2:4; am Geburtstag des Führers, am 20. April 1941, gewann die Schweiz in Bern mit 2:1. Über die Reaktion Hitlers ist nichts bekannt.
Schwarze Fäuste – Black Power Tommie Smith siegte an den Olympischen Spielen 1968 in Mexico City über 200 Meter in 19,83. An der Siegerehrung streckten Smith und der Bronze-Gewinner John Carlos eine Faust im schwarzen Handschuh (Carlos hatte sein Paar vergessen) in den Himmel, um gegen die Rassendiskriminierung zu protestieren. Auch Silber-Gewinner Peter Norman (Aus) trug einen Protest-Pin.
Gut gemeintes Leintuch Am 5. September 1995 liess Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac auf dem Mururoa-Atoll eine Atombombe zünden. Offenbar einfach, um der Welt zu zeigen, dass Frankreich das noch konnte. Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft spielte am Tag drauf in Göteborg gegen Schweden 0:0. Das Leintuch sei «einfach in der Kabine gelegen», sagte Alain Sutter später. Die Aktion kam nicht so gut an. Aber gut gemeint war sie.
Sport und Politik

Freundschaft statt Rassismus Jesse Owens (22), farbiger Sprinter und Weitspringer aus den USA, gewinnt vier Goldmedaillen. Vorgesehen war, dass die Arier-Rasse ihre sportliche Überlegenheit zeigt. Stattdessen zeigt sein Rivale Luz Long (mit 7,87 m Zweiter im Weitsprung) menschliche Grösse und umarmt den Sieger. Die gemeinsame Ehrenrunde dürfte den Führer geschmerzt haben. Long starb 1943 im Krieg.

Keystone

Lesen Sie ausserdem: