Schweizer WM-Camp

Muskelfaserriss - WM ohne Marco Streller

Marco Strellerim Training der Schweizer Nationalmannschaft auf dem Sportplatz in Lens

Marco Strellerim Training der Schweizer Nationalmannschaft auf dem Sportplatz in Lens

Marco Streller reist nicht zur Endrunde in Südafrika. Der FCB-Topskorer erlitt am Mittwochmorgen einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel und muss das WM-Quartier der Schweizer verlassen.

Das Schusstraining brach Streller wegen Schmerzen vorzeitig ab. Zur zweiten Lektion erschien er nicht mehr. "Wir müssen die Untersuchung abwarten", erklärte Ottmar Hitzfeld zur Mittagszeit. Wenige Stunden später wurde der Nationalcoach vom medizinischen Stab über das Out 32-fachen Internationalen informiert. Tags zuvor hatte Streller sämtliche medizinischen Checks und Leistungstests in Magglingen ohne Vorbehalte bestanden.

Noch hat Hitzfeld nicht (öffentlich) entschieden, wen er für den 28-jährigen Stürmer, der hinter dem gesetzten Duo Alex Frei/Blaise Nkufo und Eren Derdiyok die Nummer 4 war, nachnominieren wird. Nürnberg-Professional Albert Bunjaku (26) oder der U17-Weltmeister Nassim Ben Khalifa (18/GC) sind die beiden Hauptkandidaten.

Für den besten Axpo-Super-League-Torschützen mit Schweizer Pass - Streller markierte 21 Treffer - verwandelt sich der Traum, an einer Endrunde teilnehmen zu können, immer mehr zum Trauma. An der EM 2004 fehlte er wegen eines Schienbeinbruchs, die WM in Deutschland endete für ihn mit einem verschossenen Penalty, und an der EM im eigenen Land verpasste Streller zwei Drittel der missratenen Vorrunde wegen einer beschädigten Leiste.

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