FC Basel
Murat Yakin: «Wir müssen über den Kampf zum Erfolg gelangen»

FCB Murat Yakin war auch nach dem verlorenen Debüt überzeugt von seinen taktischen Umstellungen. Die Spieler bräuchten Zeit, bis sie alles verarbeitet hätten, erklärte Yakin.

Sebastian Wendel
Merken
Drucken
Teilen
Vieles passte Yakin noch nicht.

Vieles passte Yakin noch nicht.

Keystone

Murat Yakin, Sie haben für Ihr erstes Spiel gleich das System geändert und fünf neue Spieler gebracht. Warum?

Murat Yakin: Ich musste auf ValentinStocker (gesperrt; d. Red.) und die von den Länderspielen geschwächten Joo-Ho Park und Marcelo Diaz verzichten. Zudem wollte ich mit Fabian Frei als Zehner einen dritten, voll offensiven Spieler auf dem Platz.

Ihre Mannschaft wirkte, umso länger das Spiel dauerte, immer wie mehr verunsichert. Ist sie mit Ihren grossen Veränderungen überfordert gewesen?

Das glaube ich nicht. Wir haben in der letzten Woche hoch konzentriert gearbeitet. Die Spieler wussten vom ersten Tag an, dass ich umstellen werde. Aber es ist klar, dass es eine Zeit lang dauert, bis sie alles verarbeitet haben. Sie müssen bereit sein, die Veränderungen anzunehmen.

Zeit haben Sie nicht viel, eigentlich keine. Der FCB braucht Punkte.

Darum müssen wir vorerst über den Kampf wieder zum Erfolg gelangen. Das Spektakel kann warten. Es ist abernicht wegzudiskutieren: Wir brauchen schnell Erfolg, um wieder Selbstvertrauen zu haben.

Was wollen Sie mit der Systemänderung bezwecken?

Ich will, dass meine Mannschaft flexibel ist und auf alle Eventualitäten reagieren kann. Aber es ist nicht ausschlaggebend, mit welchem System eine Mannschaft spielt, sondern wie sie es umsetzt.

Marco Streller hat gesagt, alle ausser der Goalie und die Abwehrspieler waren Totalausfälle. Wie sehen Sie das?

Wir haben es verpasst, direkt und genau nach vorne zu spielen. Mit den Defensivspielern, allen voran Arlind Ajeti, bin ich zufrieden.

David Degen und Aleksandar Dragovic standen nahe am Platzverweis. Ihre Meinung dazu?

Die Spieler sollen sich mit dem Spiel, nicht mit dem Gegner und dem Schiedsrichter befassen.