Yann Sommer: Beeindruckende Form

Der Torhüter wurde bei Borussia Gladbach von den Fans in den letzten drei Monaten stets zum Spieler des Monats gewählt. Das sagt viel über seine beeindruckende Form aus, zeigt aber auch, dass zuletzt bei der Borussia spielerisch nicht alles klappte. Sommer ist auch in solch schwierigen Phasen ein sicherer Rückhalt. Als Nummer 1 in der Nationalmannschaft unbestritten. Das war schon vor Roman Bürkis Rücktritt so, seine Position ist nun aber noch diskussionsloser.

Steht beim 1:1 gegen Freiburg wie immer im Tor. Beim Tor von Ex-Teamkollege Grifo machtlos.

Stephan Lichtsteiner: Wie fit ist der Captain?

Seine Position ist die meistdiskutierte derzeit im Nationalteam. Der Captain hat grosse Konkurrenz als rechter Aussenverteidiger. Bei Arsenal spielte er regelmässig, aber häufig nur, wenn die zweite Garde auflief. Und auch dann nicht immer besonders stilsicher. In den letzten Wochen litt Lichtsteiner an Rückenproblemen. Weil Mbabu fehlt (muskuläre Probleme) und Lang zuletzt nicht mehr regelmässig spielte, sind Einsätze gegen Georgien und Dänemark denkbar.

Arsenal war nach dem Einzug in die Europa-League-Viertelfinals am Wochenende spielfrei.

Manuel Akanji: Der Komet

Sein kometenhafter Aufstieg ging auch nach der WM weiter. Dortmund spielte wie im Rausch, auch dank Akanji, der unter Favre unbestrittener Abwehrchef ist. Gegen Ende des Jahres stoppten ihn dann Hüftprobleme. Sein Verein erlebte in dieser Zeit eine Mini-Krise. Nun ist Akanji zurück, das Aus in der Champions League gegen Tottenham konnte er allerdings auch nicht verhindern. Und auch in der Bundesliga spielt der BVB kaum mehr souverän. Für Akanji gilt das nicht.

Beim 3:2-Sieg in letzter Minute gegen Hertha BSC über 90 Minuten im Einsatz. Gute Leistung.

Ricardo Rodriguez: Eine feste Grösse

Starke linke Verteidiger mit Linksfuss sind ein gefragtes, weil rares Gut. Ricardo Rodriguez gehört zu dieser begehrten Gattung. Er hat sich bei Milan, das langsam wieder nach Höherem strebt, längst als feste Grösse etabliert. Der
26-Jährige ist wie in der Nationalmannschaft unverzichtbar. Allerdings ist er im Club deutlich weniger torgefährlich als in der Nationalmannschaft. Das liegt aber mehr an der taktischen Fessel seines Trainers Gennaro Gattuso.

Spielte am Sonntagabend um 20.30 Uhr im Mailänder Derby gegen Inter.

Remo Freuler: Konstant stark

Seine Konstanz bei Atalanta Bergamo ist beeindruckend. Er spielt seit Jahren stark, ist ein sicherer Wert. In Italien wird er vor allem für seine grosse Ballsicherheit gelobt. Er ist für Atalanta, das derzeit um die Europa-League-Plätze kämpft, unverzichtbar. Freuler spielte 2018 so gut, dass er ins Jahres-All-Star-Team der Serie A gewählt wurde. Bei Atalanta macht man sich berechtigte Sorgen, dass Freuler bald zu einem besseren Verein wechsel.

Auch beim 1:1 gegen Chievo Verona über 90 Minuten im Einsatz.

Admir Mehmedi: Der perfekte Geburtstag

Sein Jahr 2018 war ein Graus, dafür ist
er richtig gut ins Jahr 2019 gestartet. Mehmedis lange Leidenszeit ist vorbei. Mit seiner unberechenbaren Spielweise gilt er für Wolfsburg als grosse Waffe im Spiel des Europa-League-Kandidaten. Auch sein Selbstvertrauen stimmt: Am Samstag ist er beim 5:2-Sieg gegen Düsseldorf mit einem schönen Lob
erfolgreich (sein drittes Tor dieses Jahr) – damit machte er sich selber das ideale Geschenk zum 28. Geburtstag.

Spielt beim Sieg gegen Düsseldorf 80 Minuten und erzielt das 1:1.

Nico Elvedi: Der Unterschätzte

Elvedi hat mit seinen erst 22 Jahren tatsächlich bereits 119 Pflichtspiele für Gladbach absolviert. Manchmal wird der Verteidiger unterschätzt, vielleicht weil er so ein stiller Zeitgenosse ist. Geschätzt wird der Verteidiger von Trainer Dieter Hecking, der ihn immer einsetzt. Selbst wenn es einige Wackler gibt, wie jüngst gegen Wolfsburg und die Bayern. Elvedi reagierte auf seine Weise und erzielte daraufhin das Sieg-Tor gegen Mainz.

Spielt beim 1:1 gegen Freiburg durch. Am Gegentor trifft ihn keine Schuld.

Granit Xhaka: Zum Chef entwickelt

Seine Saison ähnelt jener seines Klubs Arsenal: Es ist ein Auf und Ab. Meist spielt Xhaka gut. Teilweise gar herausragend. Er hat sich unter Trainer Unai Emery zum Chef des Teams entwickelt. Nur manchmal zieht Xhaka schwächere Tage ein mit teils unerklärlichen Fehlern. Zuletzt zeigte die Formkurve nach oben: Beim Sieg über Manchester United glückte Xhaka ein tolles Tor. In der Europa League führte er sein Team zur grossen Wende gegen Rennes (3:0 nach 1:3 im Hinspiel).

Arsenal war nach dem Einzug in die Europa-League-Viertelfinals am Wochenende spielfrei.

Xherdan Shaqiri: In schwierigen Gewässern

Xherdan Shaqiri war auf der Insel in aller Munde. Die zwei Treffer vor Weihnachten gegen das grosse Manchester United liessen den Bekanntheitsgrad in die Höhe schnellen – der Kraftwürfel war zur unverzichtbaren, oft eingewechselten Grösse geworden für Jürgen Klopp. Doch dann folgten Spiele, in denen er den Liverpool-Trainer enttäuschte. Seither spielt «Shaq» kaum mehr und man rätselt, was tatsächlich passierte, dass er bei Klopp so in Ungnade fiel.

Beim 2:1-Auswärtssieg gegen Fulham 90 Minuten auf der Bank – wie schon in den drei Spielen zuvor.

Mario Gavranovic: Torgarant in der Liga

Der Status von Mario Gavranovic bei
Dinamo Zagreb hat sich in dieser Saison etwas verändert – er war nicht immer - gesetzt. Die Phase vor der Winterpause war keine einfache, im Februar kam dann noch eine Verletzung dazu. Nach der Zwangspause meldete sich der 29-jährige Tessiner in der Vorwoche im Spitzenkampf gegen Rijeka mit dem sechsten Meisterschaftstreffer in dieser Saison
zurück; er bleibt ein Torgarant in der
kroatischen Liga.

Am Sonntag beim 2:1 gegen Gorica in der 75. Minute ausgewechselt. Er blieb ohne Treffer.

Fabian Schär: Plötzlich unverzichtbar

Es ist, als hätte es die schwierigen Jahre gar nie gegeben. Hoffenheim, La Coruña, dann der schwierige Start im letzten Sommer bei Newcastle – alles wie weggeblasen. Schär spielt so gut wie nie. Er ist mittlerweile unverzichtbarer Stammspieler. Neun Siege, vier Unentschieden und fünf Niederlagen – das ist die Bilanz von Newcastle, wenn Schär spielte. Er hat massgeblich dazu beigetragen, dass sich sein Team von den Abstiegsrängen ins Mittelfeld vorgekämpft hat.

Fehlte am Samstag beim 2:2 gegen Bournemouth wegen einer Gelb-Sperre.

Denis Zakaria: Auf der Acht angekommen

Als im Sommer Gladbach-Trainer Dieter Hecking das System offensiver einstellte und Zakaria plötzlich als Achter statt als Sechser fungieren sollte, hatte dieser anfangs grosse Mühe. Deshalb kam Zakaria kaum zu Spielzeit. Das hat sich inzwischen geändert. Zakaria hat sich stark gesteigert, spielt regelmässig gut und setzt auch offensive Akzente. Weil Gladbach die Champions League verpassen könnte, wurden ihm zuletzt Wechselgerüchte nahegelegt.

Spielt beim 1:1 gegen Freiburg 60 Minuten. Sein Pass auf Hazard vor dem Gladbach-Tor ist Extra-Klasse.

Steven Zuber: In neuer Blüte

Die Zeit nach der Weltmeisterschaft war für ihn nicht leicht. Bei Hoffenheim kam er häufig nicht über die Rolle als Ergänzungsspieler hinaus. Deshalb wurde er im Winter an Ligakonkurrent Stuttgart ausgeliehen – wo er nun so richtig aufblüht. In neun Spielen hat er schon fünf Tore erzielt, er gilt in Stuttgarts Kampf gegen den Abstieg als Hoffnungsträger. Am Samstag traf er gegen seinen Besitzer-Club Hoffenheim zum 1:1-Unentschieden.

Trifft beim speziellen Spiel gegen seinen Besitzerverein Hoffenheim zum 1:1.

Breel Embolo: Ist die Leidenszeit vorbei?

Als Breel Embolo letztmals zur Nati kam, reiste er gleich wieder ab: Diagnose Fussbruch. Fast vier Monate Pause. Der nächste Rückschlag des leidgeplagten Schalke-Stürmers. Nun ist Embolo zurück. Und damit die Hoffnung, dass es wieder aufwärtsgeht. Sie scheint berechtigt: Als Embolo erstmals nach der Verletzung in der Schalke-Startelf stand, glückte ihm ein Doppelpack. Doch sein Team steckt in der Krise. Unter der Woche wurde Trainer Tedesco entlassen.

Interimstrainer Stevens setzt gegen Leipzig 90 Minuten auf Embolo. Schalke verliert trotzdem 0:1.

Die Schweizer Ergänzungsspieler

Yvon Mvogo: Wie immer in der Liga Ersatz. In der Nati Numer 2, weil Bürki seinen Rücktritt erklärte.

Jonas Omlin: Spielt gegen YB durch. Keine Schuld an den Gegentoren. Zuletzt einige Unsicherheiten.

Timm Klose: Verletzte sich Anfang Jahr am Knie und verlor seinen Stammplatz. Gegen Rotherham in der Nachspielzeit eingewechselt.

Loris Benito: Bei YB gesetzt, obwohl er seinen Vertrag nicht verlängern will. Gegen den FCB gut.

Michael Lang: Hat seinen Stammplatz bei Gladbach verloren. Gegen Freiburg 90 Minuten auf der Bank.

Christian Fassnacht: Stamm- und Führungsspieler beim Schweizer Meister. Kontant gut, aber nicht in Bestform.

Djibril Sow: Nach dem Abgang von Sanogo Taktgeber im YB-Mittelfeld. Unbestrittener Stammspieler.

Renato Steffen: Anfang Jahr Stammspieler bei Wolfsburg, zuletzt nur noch eingewechselt. So auch beim 5:2 gegen Düsseldorf.

Albian Ajeti: Ricky van Wolfswinkel macht ihm den Stammplatz streitig. Auch gegen YB zuerst nur auf der Bank.