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Mit einer Machete wollen sie Cristiano Ronaldo stoppen

Beim Champions-League-Duell zwischen Manchester United und Real Madrid kehrt Cristiano Ronaldo ins Old Trafford zurück. ManU will ihn mit einer speziellen Taktik stoppen.

Superstar Ronaldo träumt vom Siegtor in seinem alten Wohnzimmer, doch Wayne Rooney ist bereit für eine «Schlacht» – und Alex Ferguson hat sogar schon die Waffen dafür bereitgelegt. «Ich habe einen Plan», sagt der Teammanager von Manchester United vor dem heutigen Achtelfinal-Rückspiel (20.35 SRF Info) gegen Real Madrid über den Portugiesen: «Und der heisst: eine Machete. Plan B ist das Maschinengewehr.»

Ronaldo begegnete den nicht ganz ernst gemeinten Worten seines früheren Mentors bei der Ankunft in Manchester am Sonntag lächelnd. Immer wieder grinste er in die Kameras, hob für die Fotografen den Daumen. Im grünen Pullover und mit schwarzer, kurzer Fussball-Hose sah er aus, als könnte er sofort loslegen. 150 Fans verlangten kreischend nach Autogrammen. Der Empfang im Stadion Old Trafford dürfte ähnlich liebevoll ausfallen. «Ich erwarte viel Applaus. Ich habe dort noch so viele Freunde, es war eine wunderbare Zeit», sagt Ronaldo über die sechs Jahre bis 2009, in denen er in 292 Spielen 118 Tore erzielte.

Hattrick: Cristiano Ronaldo schiesst drei Tore in 11 Minuten

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Ronaldo hofft auf ein Tor

Erledigen will er United dennoch. «Wenn ich treffe, wäre das spektakulär», sagt er vor seinem ersten Auftritt als Gästespieler im Theater der Träume seit dem Abschied. Er habe sich noch keinen besonderen Jubel ausgedacht, «das kommt spontan. Aber ich würde es lieben, in diese Lage zu geraten».

Im Hinspiel hatte Ronaldo mit einem tollen Kopfball zum 1:1 ausgeglichen. In sieben ChampionsLeague-Spielen dieser Saison traf er siebenmal, bei seinen vergangenen 14 Auftritten in der Königsklasse hat er 16 Tore erzielt. 31 Torschüsse, 15 Versuche – kein Spieler in Europas prestigeträchtigstem Wettbewerb hat mehr Zug zum Tor. Kein Wunder, dass Ferguson die Machete wetzt.

Nicht nur Ronaldo macht Madrid Mut. Die Generalprobe gelang beim 2:1 gegen den FC Barcelona mit Bravour – obwohl Coach José Mourinho zahlreiche Stammkräfte wie Ronaldo, Sami Khedira oder Mesut Özil schonte. «Wer in Barcelona gewinnt, kann auch in Manchester gewinnen», sagt Özil: «Wir haben bereits im Hinspiel gezeigt, wozu wir fähig sind, und können jeden schlagen.» Die Statistik spricht jedoch gegen Real, das bei acht Versuchen nur einmal nach einem Heim-Remis im Hinspiel in die nächste Runde kam – gegen United vor 13 Jahren. Viermal spielte Real im Bernabéu zunächst 1:1, immer schied es im Rückspiel aus.

Dafür, dass es so kommt, will Rooney sorgen. «Ich bin in einem Alter, in dem die meisten Spieler ihren Zenit erreichen», sagt der 27-Jährige. Nach einigen Verletzungen fühle er sich jetzt «frisch und bereit für die Schlacht». Und die soll das 1000. Pflichtspiel für United-Evergreen Ryan Giggs werden.

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