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Mit Chelsea winkt dem FC Basel ein Hammerlos

Die Basler, hier Valentin Stocker im weissen Dress, erkämpften sich in Genk den nötigen Punkt.

Die Basler, hier Valentin Stocker im weissen Dress, erkämpften sich in Genk den nötigen Punkt.

Nach dem 0:0 in Genk überwintert der FCB als einziger Schweizer Klub im Europacup. In den Sechzehntelfinals der Europa League winkt Basel mit dem letztjährigen Champions-League-Sieger ein sehr attraktiver Gegner. Es könnte aber auch Charkiw sein.

Kurios: Hätte der FC Basel gestern Abend die Partie in Genk verloren, wüsste er noch heute Morgen nicht Bescheid über sein Schicksal im Europacup. Erst Abends gegen elf Uhr, wenn in Lissabon das Spiel zwischen Sporting und dem FC Videoton beendet ist, stünde fest, ob der FCB auch im nächsten Jahr noch international spielt. Wegen urplötzlicher, sintflutartiger Regenfälle in der portugiesischen Hauptstadt musste die für gestern angedachte Partie auf heute verschoben werden. Hätte der FCB gestern in Genk verloren, müssten die Spieler heute alle ihre Daumen für Lissabon drücken und hoffen, dass Sporting gewinnt oder zumindest ein Unentschieden holt.

Aber die Spieler des FCB haben ihre Hausaufgaben gemacht und in Belgien den nötigen Punkt für das Erreichen der Sechzehntelfinals geholt. Zwischen Lissabon und Videoton geht es also um nicht mehr als die goldene Ananas.

«Wir haben in der Halbzeitpause erfahren, dass das andere Spiel abgesagt wurde», sagte Murat Yakin nach dem Schlusspfiff in Genk. «Natürlich haben wir da ein wenig mehr auf Sicherheit gespielt und sind keine unnötigen Risiken mehr eingegangen.» Innenverteidiger Fabian Schär, gestern einer der besten Basler: «Wir haben zwar lange versucht, ein Tor zu schiessen. Gegen Ende mussten wir dann das Risiko minimieren, um das Weiterkommen in den Händen zu behalten.»

Captain Marco Streller, hing als einziger Stürmer wegen der zunehmend verhaltenen Spielweise des FCB je länger, je mehr in der Luft. «Klar haben wir uns gewünscht, die Gruppe auf dem ersten Platz abzuschliessen. Aber die Hauptsache ist, dass wir uns qualifiziert haben.»

Schär: «Alles ist möglich»

Die Auslosung der Europa-League-Sechzehntelfinals findet am 20. Dezember im Uefa-Hauptquartier in Nyon statt. Dem FCB wird aus folgenden 16 Gegnern einer zugelost: Chelsea, Cluj (Rum), Olympiakos Piräus, Benfica Lissabon, Fenerbahçe Istanbul, Dnjepr Dnjepropetrowsk (Ukr), Liverpool, Viktoria Pilsen (Tsch), Girondins Bordeaux, Steaua Bukarest, Rubin Kasan (Russ), Lyon, Lazio Rom, Metalist Charkiw (Ukr) und Hannover.

Bei der Frage nach seinem Wunschlos konnte sich Murat Yakin zu Beginn seiner Antwort eine Spitze gegen die Young Boys, die gestern ausgeschieden sind, nicht verkneifen. «Wir sind wieder als einziges Schweizer Team in der K.o.-Phase. Natürlich hoffen wir auf ein gutes Los. In der Vergangenheit hat der FCB in Heimspielen gegen grosse Klubs immer gute Leistungen abgeliefert.» Streller hofft, dass man einem Trip in die Kälte entgehen kann. «Ich hoffe, wir können den Russen und Ukrainern aus dem Weg gehen - bei diesen Temperaturen zu spielen, ist nicht gerade angenehm.» Ein Kracher wie Chelsea sei natürlich vor allem für die Fans ein Traum. Fabian Schär: «Wir sind jetzt in der K.o.-Phase, alles ist möglich. Zu verstecken brauchen wir uns vor niemandem.»

Die Sechzehntelfinals der Europa League finden am 14. und 21. Februar 2013 statt. Der FCB wird aller Voraussicht nach zuerst zu Hause im St. Jakob Park antreten.

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