Wenn der Januar zu Ende geht, rückt nicht nur die Rückrunde im Schweizer Fussball näher. Es kommt auch der Abend, an dem sich die Schweizer Fussball-Szene selber feiert. Im Tenue "Cocktail" laufen die Stars der Super League und Challenge League über den roten Teppich des Luzerner KKL. Der Nationalcoach ist da, Legenden des Fussballlandes ebenfalls, die Liga-Führung sowieso und Prominenz aus Politik und Wirtschafts natürlich auch.

Hier wird Murat Yakin zum Trainer des Jahres 2017 gekrönt

Viel zu feiern hatte vor allem einer: Michael Lang. Der 26-Jährige ist der Top-Spieler des Jahres 2017. Der Thurgauer des FC Basel wurde von Gegenspielern, Journalisten und Experten zum "Best Player Super League" gewählt - und dies als Verteidiger. Doch Lang ist eben ein stürmender Verteidiger. Acht Tore erzielte er im letzten Jahr in 26 Spielen.

Tor des Jahres durch Jean-Pierre Nsame

Alleine in den letzten vier Wochen des Herbsts waren es vier in der Super League. Und vor allem schoss Lang das entscheidende Tor in der Champions League gegen Manchester United. Ein Treffer, mit dem der FCB die Tür in die Achtelfinals aufstiess.

Auch Dimitri Oberlin staubte an den SFL Awards einen Preis ab: Er wurde zum "Best Youngster" gewählt

Baumann und Tosetti zeigten sich musikalisch begabt

Diese und ähnliche Szenen steigerten Langs Gunst bei Schweizer Fussballfans. Neben der Expertenjury kürten auch die Fans Lang zum Klassenprimus der Super League; in der Kategorie "Mein Spieler 2017". Lang war 2017 also nicht nur der Beste, er war auch der Beliebteste.

50'000 Stimmen bekam Michael Lang von den Fans als beliebtester Spieler

Und er war damit der Star des Abends. Aus fussballerischer Sicht. Doch es gab auch einen heimlichen Star des Abends. Aus musikalischer Sicht. Thuns Präsident Markus Lüthi rockte als Leader und Sänger mit seiner Band die Bühne. Gesanglich unterstützt von Rapperswil-Torhüter Novem Baumann und Thun-Mittelfeldspieler Matteo Tosetti.

Tosetti und Baumann singen "Alperose"

Der Saal im KKL tanzte und klatschte mit, und bei Polo Hofers Evergreen "Alperose" riss es selbst den Alt-Milan-Superstar Van Basten aus dem flachen Tulpenland Niederlande vom Sitz.