FC Wohlen

Marijan Urtic: Vom Freund zum Feind

Marijan Urtic (Mitte) noch im Dress des FC Wohlen gegen seinen jetzigen Verein FC Chiasso.

Marijan Urtic (Mitte) noch im Dress des FC Wohlen gegen seinen jetzigen Verein FC Chiasso.

Eigentlich wollte er gar nicht weg. Marijan Urtic gefiel es in Wohlen. Da, wo aus dem ehemaligen FC-Luzern-Junior ein gestandener Challenge-League-Spieler wurde. Dass der 25-Jährige heute Abend das Trikot von Chiasso überstreift, liegt daran, dass es diesen Sommer im Freiamt zum Dissens kam.

Urtic, der dank seiner Polyvalenz mal für die Defensive, mal für die Offensive nominiert wurde, wollte endlich eine feste Position. Rueda bot ihm eine Innenverteidiger-Rolle an, in der sich Urtic aber nicht sah.

Er wollte jene des rechten Verteidigers. So mündeten die Vertrtagsverhandlungen – auch wegen unterschiedlicher Lohnvorstellungen – letztlich in der Trennung.

Wochen ohne Arbeitgeber verstrichen, bis ihm der FC Chiasso ein Angebot unterbreitete. «Eines, das für mich sofort passte», erzählt Urtic. Auch sein Transfer gehört zu jenen, die Ex-Generaldirektor Carlo Cavalleri absegnete.

Cavalleri ist jener Mann, der im Sommer nach nur einem Monat wieder in Chiasso entlassen wurde, weil er trotz seiner Funktion als Generaldirektor weiter im Eigeninteresse gehandelt hat und weiter als Spielervermittler wirkte, was vorhin seine Haupttätigkeit war. Mit einem überdurchschnittlichen Vertrag sei er deswegen nicht ausgestattet worden, sagt Urtic. Vom Wirbel im Klub kriege er wenig mit, aber das Leben in Chiasso sei ein neues.

Er, der Junge mit kroatischen Wurzeln, schätzt die Mentalität des Südens, nicht alles mit dieser mittelländischen Disziplin bewältigen zu müssen. Der Freiraum tue gut, die Leistung auf dem Rasen dürfe darunter aber nicht leiden. Einen Punkt hat Chiasso erst. Der erste Sieg soll nun her, gegen Urtics alte Liebe.

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