WM14
Manipulationsvorwürfe: Kann man Ghanas Nati-Spiele kaufen?

Der Präsident des ghanaischen Fussballverbands habe sich gemäss Medienberichten offen gezeigt, Spiele seiner Mannschaft manipulieren zu lassen. Für die Mannschaft, die am Donnerstag um den Achtelfinaleinzug spielt, kommt der Vorwurf zur Unzeit.

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Die ghanaische Nati vor dem Spiel gegen Deutschland vom vergangenen Samstag.

Die ghanaische Nati vor dem Spiel gegen Deutschland vom vergangenen Samstag.

Keystone

Schwere Vorwürfe gegen den Chef des Ghanaer-Fussballverband Kwesi Nyantakyi: Wie Reporter der britischen Zeitung «Daily Telegraph» recherchierten, ist der Verbands-Boss durchaus offen, Spiele seiner Nationalelf zu manipulieren.

Die Reporter gaben vor, im Namen eines fingierten Wett-Syndikats die Rechte an Freundschaftsspielen Ghanas für 170'000 Dollar kaufen zu wollen. Dies beinhaltete, dass die Firma auch den Schiedsrichter für die Partie stellen könne – dies würde klar gegen Regeln der FIFA verstossen.

Bei einem Treffen in Miami kurz vor Beginn der WM habe Nyantakyi vorgeschlagen, dass die Firma schon im August und Dezember 2014 Freundschaftsspiele organisieren soll. Dabei solle «experimentiert» werden.

Der Ghanaer-Fussballverband (GFA) reagierte umgehend auf die Vorwürfe. Das Angebot der Finanzierung von Länderspielen bestritt die GFA zwar nicht – es sei jedoch in schriftlicher Form angefordert und anschließend dem Rechtsausschuss zur Prüfung vorlegt worden. Ein Vertrag sei jedoch nie unterzeichnet worden.

Nach dem sensationellen 2:2 gegen Deutschland befindet sich Ghana weiterhin im Rennen um den Achtelfinal. Am Donnerstag spielt Ghana gegen Portugal. (rhe)