Drei Niederlagen in Folge - zwei gegen Liverpool und jene dazwischen beim 2:3 mit der verpatzten Meisterfeier durch Lokalrivale Manchester United - sind für Trainer Pep Guardiola eine Rarität und ein unhaltbarer Zustand. Entsprechend hatte er von seinem Team eine Reaktion auf die ungewohnte Negativserie gefordert. Diese trat im Spitzenspiel der 34. Runde ein.

Manchester City dominierte die erste Halbzeit im Wembley gegen Tottenham praktisch nach Belieben, führte aber nur 2:1. Gabriel Jesus und Ilkay Gündogan (per Foulpenalty, nach einer weiteren misslungenen Aktion von Spurs-Goalie Hugo Lloris in dieser Saison) trafen für die "Citizens". Der seit Monaten formstarke Däne Christian Eriksen verkürzte kurz vor der Pause.

Die Kräfteverhältnisse verlagerten sich in der zweiten Phase der Partie klar. Gleichwohl versetzte Raheem Sterling den Spurs mit dem 3:1 den Knockout. Er sorgte dafür, dass Tottenhams 14 Spiele währende Serie ohne Niederlage, die längste Ungeschlagenheit des Klubs in der höchsten Liga seit 1967, zu Ende ging.

Sollte Manchester United am Sonntag gegen Schlusslicht West Bromwich Albion verlieren, stünde der Meistertitel von City bereits fest. Ansonsten bietet sich am nächsten Samstag gegen Swansea City die nächste Gelegenheit. Dannzumal könnte es Guardiolas Equipe aus eigener Kraft schaffen.

Chelseas Wende in acht Minuten

Southampton ist das schlechteste Team der letzten Wochen in der Premier League. Von den letzten 20 Spielen gewannen die Südengländer ein einziges. Deshalb sind sie auf einem Abstiegsplatz klassiert. Doch gegen Chelsea war Southampton auf dem bestem Weg, erstmals seit dem 3. Februar wieder einmal zu gewinnen. Der Serbe Dusan Tadic, an der WM Gegner der Schweiz, brachte den Aussenseiter vor der Pause in Führung, nach einer Stunde schoss der Pole Jan Bednarek das 2:0.

Doch unmittelbar nach dem scheinbar vorentscheidenden zweiten Gegentreffer reagierte Chelseas Trainer Antonio Conte. Er brachte für den italienischen Aussenverteidiger Davide Zappacosta den spanischen Flügel Pedro Rodriguez und ersetzte im Sturmzentrum Alvaro Morata durch Olivier Giroud. Ein entscheidender Wechsel: Der Franzose Giroud schoss in der 70. Minute den Anschlusstreffer und acht Minuten später das Siegestor. Dazwischen gelang Eden Hazard der Ausgleich (75.).

Was Chelsea in dieser Saison verwehrt bleibt, dem kommt der FC Liverpool immer näher: der Qualifikation für die Champions League. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen Bournemouth liegt der Halbfinalist des diesjährigen Wettbewerbs zehn Punkte vor dem auf Platz 5 klassierten Chelsea. Die Tore zum klaren Erfolg schossen die drei Stürmer: Sadio Mané, Mohamed Salah, er mit seinem 30. Meisterschaftstor, und Roberto Firmino.

Telegramm/Resultate:

Tottenham Hotspur - Manchester City 1:3 (1:2). - 80'811 Zuschauer. - Tore: 22. Gabriel Jesus 0:1. 25. Gündogan (Foulpenalty) 0:2. 42. Eriksen 1:2. 72. Sterling 1:3.

Southampton - Chelsea 2:3 (1:0). - 31'764 Zuschauer. - Tore: 21. Tadic 1:0. 60. Bednarek 2:0. 70. Giroud 2:1. 75. Hazard 2:2. 78. Giroud 2:3.

Liverpool - Bournemouth 3:0 (1:0). - 52'959 Zuschauer. - Tore: 7. Mané 1:0. 69. Salah 2:0. 90. Firmino 3:0.

Huddersfield Town - Watford 1:0 (0:0). - Tor: 91. Ince 1:0. - Bemerkung: Huddersfield mit Hadergjonaj.

Die weiteren Resultate vom Samstag: Crystal Palace - Brighton & Hove Albion 3:2. Burnley - Leicester City 2:1. Swansea City - Everton 1:1.

Rangliste:

1. Manchester City 33/87 (93:25). 2. Manchester United 32/71 (63:25). 3. Liverpool 34/70 (78:35). 4. Tottenham Hotspur 33/67 (65:30). 5. Chelsea 33/60 (57:33). 6. Arsenal 32/54 (61:43). 7. Burnley 33/52 (33:29). 8. Leicester City 33/43 (49:47). 9. Everton 34/42 (39:54). 10. Newcastle United 32/38 (33:41). 11. Bournemouth 34/38 (41:56). 12. Watford 34/37 (42:60). 13. Brighton & Hove Albion 33/35 (31:46). 14. Huddersfield Town 34/35 (27:54). 15. West Ham United 32/34 (40:58). 16. Crystal Palace 34/34 (36:54). 17. Swansea City 33/33 (27:46). 18. Southampton 33/28 (33:53). 19. Stoke City 33/27 (30:63). 20. West Bromwich Albion 33/21 (26:52).