Die Offerten, weitere Treffer zu schiessen, schlug Zürich auf fast fahrlässige Weise. Für die mangelnde Effizienz bezahlte der FCZ den Preis: Sekunden vor Schluss, als die Gastgeber ihre Zurückhaltung zur Freude ihrer über 14'000 Anhänger endlich abgestreift hatten, "verlängerte" Verteidiger Stahel den Ball, ehe Winter akrobatisch skorte.

Beim FCZ überzeugte vor allem Mario Gavranovic. Der 22-jährige Rückkehrer aus der Bundesliga trickste die Innerschweizer mehrfach im Alleingang aus. In der 3. Minute setzte er den Ball an den Pfosten, in der 24. jubelte Gavranovic bereits ein erstes Mal: Den von Muntwiler verschuldeten Handspenalty verwertete der frühere Schalker souverän.

Luzern verhielt sich gegen die wegen diverser Absenzen geschwächten Stadtzürcher lange nicht sonderlich geschickt. Keeper Zibung bewahrte die fehleranfällige FCL-Defensive vor einem noch grösseren Schaden, und Gavranovic vergab weitere hochprozentige Chancen.

Luzern - Zürich 1:1 (0:1).

Swissporarena. - 14'127 Zuschauer. - SR Amhof. - Tore: 24. Gavranovic (Handspenalty) 0:1. 94. Winter (Stahel) 1:1.

Luzern: Zibung; Sarr, Bühler (71. Hyka), Stahel, Puljic, Winter; Renggli, Muntwiler; Gygax (61. Kryeziu), Rangelov, Lezcano (88. Sorgic).

Zürich: Da Costa; Glarner, Béda, Djimsiti, Magnin; Pedro Henrique (87. Mariani), Benito, Kukeli, Schönbächler (79. Brunner); Chermiti (81. Frimpong), Gavranovic.

Bemerkungen: Luzern ohne Thiesson (verletzt), Lustenberger (krank), Wiss, Hochstrasser (Olympia-Turnier), FCZ ohne Philippe Koch, Kajevic, Teixeira, Chikhaoui (alle verletzt), Buff, Drmic (beide Olympia-Turnier). 3. Pfostenschuss von Gavranovic. Verwarnungen: 19. Zibung (Unsportlichkeit), 20. Lezcano (Reklamieren), 25. Gavranovic, 44. Gygax (beide Foul), 72. Pedro Henrique, 79. Chermiti (Unsportlichkeit).