Super League

Luzern bleibt nach 2:0 gegen Sion weiterhin ungeschlagen

Hakan Yakin trifft per Elrmeter gegen Sion-Goalie Andris Vanins

Hakan Yakin trifft per Elrmeter gegen Sion-Goalie Andris Vanins

Der FC Luzern festigt gegen ein spielstarkes Sion seine Tabellenführung und bleibt weiterhin ungeschlagener Leader der Super Leaugue. Matchwinner war der Stürmer Jahmir Hyka, der zwei Penaltys herausholte.

Der FC Luzern bleibt nach dem 2:0 gegen Sion ungeschlagener Leader der Axpo Super League. Matchwinner im spielerisch enttäuschenden Spitzenkampf war Stürmer Jahmir Hyka, der die beiden Penaltys herausholte.

Die Luzerner Fussball-Festspiele dauern an

Als die Spieler des Leaders wenige Minuten nach dem fünften Sieg in Folge ihr Auslaufen absolvierten, war dies vor allem eine Ehrenrunde. Tausende Fans hatten auf der Tribüne ausgeharrt und feierten nun ihre Lieblinge frenetisch.

Ohne Zweifel: Das Epizentrum des Schweizer Fussballs liegt derzeit in Luzern. 24 Punkte in zehn Partien und nur vier Gegentore zeichnen ein deutliches Bild. Der FC Luzern ist nicht zufällig dort, wo er seit Wochen steht. Sechs Zähler Vorsprung auf die ersten Verfolger, die Young Boys, sind eine beachtliche Referenz. Schon am Wochenende steht für den FCL der nächste Härtetest an. Auf dem Berner Kunstrasen trifft er im nächsten Spitzenspiel auf YB.

Yakin mit einfachem Erfolgsrezept

Trainer Murat Yakins Erfolgsrezept ist auf dem Papier einfach. Die Abwehr lässt wenig zu, vorne führt eine Einzelleistung zum Erfolg. Gegen Sion gelang dies Hyka. Zweimal stiess der Albaner mit Dribblings in den Sittener Strafraum vor und provozierte die Fouls von Mario Mutsch in der 18. Minute sowie Goalie Andris Vanins in den Schlusssekunden. Hakan Yakin und Michel Renggli verwerteten die Penaltys.

Das frühe 1:0 spielte den Luzernern in die Hand. Schon nach 18 Minuten mussten sie sich nicht mehr um die Offensive kümmern, konnte das Team im Kollektiv defensiv brillieren. Die Führung rechtfertigte das vorsichtige Vorgehen mit im Prinzip fünf Verteidigern. Die Spieler setzten die Vorgaben von Murat Yakin exzellent um. Der Trainer blieb zwar kritisch und forderte «mehr Ruhe und mehr Konstanz über die gesamten 90 Minuten», aber sein Team verwaltete den Vorsprung ab der 18. Minute souverän und liess in mehr als 70 Minuten gegen einen an sich spielstarken Gegner ganze sechs Torschüsse zu.

Sion verdient mehr Beachtung

Der FC Sion macht seit Saisonbeginn vorab mit seinem Kampf gegen die Verbände und um die Spielberechtigung der neu verpflichteten Spieler Schlagzeilen. Das ist schade, denn das Team von Laurent Roussey hätte mehr Beachtung aufgrund der sportlichen Leistungen verdient. Gerade auswärts hatte die Equipe aus dem Wallis überzeugt. Elf Tore erzielte sie in vier Spielen in der Fremde. Das ist der Spitzenwert der Liga.

In Luzern konnte Sion seine Stärken nicht wie gewünscht ausspielen. Roussey musste die Abwehr auf drei Positionen umstellen, weil die Stammspieler Adailton und Vilmos Vanczak gesperrt waren. Auch Sion war daher lange auf die defensive Stabilität fokussiert. «Wir verteidigten solide, aber das erste Gegentor hat das Spiel zu früh vorentschieden», analysierte Roussey.

Lediglich Dragen Mrdjakonnte konnte beunruhigen

Sion spielte zu lange zu vorsichtig. Erst nach 32 Minuten schossen die Walliser erstmals auf das gegnerische Tor. Den Luzerner Riegel konnten sie auch deshalb nicht aufbrechen, weil Giovanni Sio erst nach einer Stunde durch einen zweiten Stürmer unterstützt wurde. Der Serbe Dragen Mrdja brachte tatsächlich ein wenig Unruhe in die Luzerner Reihen und hatte auch die beste Chance zum Ausgleich alleine vor FCL-Keeper David Zibung (72.).

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