Die Innerschweizer müssten noch eine weitere Qualifikationsrunde sowie die Playoffs überstehen, um in die Gruppenphase der Europa League einzuziehen.

Trainer Carlos Bernegger hat ein positives Resultat gegen den Sechsten der letzten schottischen Meisterschaft fest eingeplant, um mit dem notwendigen Selbstvertrauen am Sonntag das Auftaktspiel der Super-League-Saison zu Hause gegen Sion anzugehen.

Im Vergleich zur Vorsaison ist die Stammformation von Luzern deutlich umformiert worden. Abwehrchef Kaja Rogulj (von Austria Wien) und der defensive Mittelfeldspieler Thierry Doubai (ex YB/von Sochaux) bilden die neue zentrale Achse der Innerschweizer. Einziger offizieller Stürmer im System von Bernegger ist der von Thun gekommene Marco Schneuwly. Dieser fügte sich in der Vorbereitung mit sieben Toren in vier Spielen beeindruckend ein. Mit Claudio Lustenberger wurde zudem ein neuer Captain bestimmt.

Das vom früheren Torhüter Tommy Wright gecoachte St. Johnstone schaffte die Qualifikation für den Europacup dank einem 2:0-Finalsieg im schottischen Cup gegen Dundee United. Für den Klub aus Perth hatten einst zwei grosse Namen des schottischen Fussballs gespielt: Alex Ferguson, der langjährige Erfolgscoach von Manchester United, und Ally McCoist, der Held der Glasgow Rangers, der als Spieler unter anderem zweifacher Gewinner des "goldenen Schuhs" für Europas besten Torschützen war.

In der Europa League hatte St. Johnstone seine Auswärtsstärke im Vorjahr mit Siegen beim früheren Champions-League-Überraschungsteam Rosenborg Trondheim (2:1) sowie beim FC Minsk (1:0) imponiert. In Luzern bangen die Schotten allerdings um den Einsatz von Stevie May wegen einer Muskelverhärtung. Der schottische U21-Internationale war in der letzten Saison mit 27 Toren der erfolgreichste Goalgetter des Teams und wurde in Schottland zum Jungprofi des Jahres gewählt. Mit Lee Croft verfügt St. Johnstone zudem über einen anderen Stürmer, der Erfahrung aus Engagements in England (Norwich City, Derby County und Manchester City) mitbringt.