Fussball
Luca Zuffis Plädoyer für den Kunstrasen

Es ist eine der ewigen Diskussionen: Ist der Kunstrasen eine gute Sache oder nicht? Der Schweizer Fussballverband bezog klar Position und verzichtet auf Länderspiele und den Cupfinal in Bern, seitdem im Stade de Suisse wieder eine Plastikmatte liegt.

Sebastian Wendel
Merken
Drucken
Teilen
„Ich habe immer sehr gerne auf Kunstrasen gespielt", sagt Luca Zuffi.

„Ich habe immer sehr gerne auf Kunstrasen gespielt", sagt Luca Zuffi.

Keystone

Eine etwas andere Sicht auf die Dinge hat FCB-Profi Luca Zuffi: Während seiner zwei Jahre in der Thuner Stockhorn-Arena lernte der 24-Jährige, mit dem Kunstrasen umzugehen – und Zuffi erinnert sich gerne daran: „Ich habe immer sehr gerne auf Kunstrasen gespielt.“ Kein Wunder, schliesslich hat sich Zuffi mit seinen Leistungen auf dem Thuner Plastik ins Notizbuch des FC Basel gespielt.

So freut er sich, dass am Sonntag der Spitzenkampf bei den Berner Young Boys auf Kunstrasen stattfindet. „Es ist etwas anderes, die Unterlage kommt vor allem den technisch starken Spielern zugute.“

Sousa steht auf frisches Gras

Sein Trainer gibt sich diplomatisch: „Kunstrasen hat Vor- und Nachteile. Wenn im Winter die Rasenplätze gefroren sind, kann man trotzdem auf einer guten Unterlage trainieren. Für Junioren ist der Kunstrasen eine gute Möglichkeit, an der Technik zu feilen“, sagt Paulo Sousa. Er bevorzuge in Ernstkämpfen aber ganz klar den natürlichen Untergrund. „Ich liebe den Geruch von frischem Gras.“

Trotzdem – einen Vorteil für die Berner Young Boys sieht Sousa wegen der Platzverhältnisse im Stade de Suisse nicht. „Es wird ein enges Spiel.“ YB bietet sich die Chance, in der Tabelle dem FCB näher zu kommen. Bei einem Heimsieg der Berner würde sich der Abstand auf Rot-Blau auf fünf Punkte verringern. Andererseits hat der FCB die grosse Möglichkeit, die wohl endgültige Entscheidung im Meisterrennen herbeizuführen.

„Wir sind gewarnt“, sagt Sousa, „YB spielt eine fantastische Saison und ist voller Selbstvertrauen.“ Im Stade de Suisse könnte es zum Debüt für FCB-Neuzugang Adama Traoré kommen. Der Ivorer, der sich im Trainingslager verletzte, trainiert seit dieser Woche wieder voll mit. Verzichten muss Sousa auf den gesperrten Goalie Tomas Vaclik und den dauerverletzten Ivan Ivanov.