Europa League

Londoner Teams ohne Mühe – Schalke steht vor dem Aus

Sorsa (links) versucht den Schuss von Schalkes Uchida zu blocken

Sorsa (links) versucht den Schuss von Schalkes Uchida zu blocken

Derweil die Londoner Teams Fulham und Tottenham die Gruppenphase in der Europa League fest einplanen können, steht Bundesligist Schalke 04 nach dem Playoff-Hinspiel vor dem Aus.

Aaron Hughes und Clint Dempsey brachten Fulham, das sich über die Fairplay-Wertung für die diesjährige Europacup-Saison qualifiziert hatte, gegen die Ukrainer von Dnjepr Dnjepropetrowsk mit einem Doppelschlag vor der Halbzeit auf die Siegerstrasse.

Vier Minuten nach der Pause durfte sich Dempsey ein zweites Mal in die Torschützenliste eintragen lassen und war für den 3:0-Endstand besorgt. Der amerikanische Stürmer traf nach einem Corner des Schweizer U17-Weltmeisters Pajtim Kasami. Philippe Senderos sass beim Europa-League-Finalisten von 2010 während der gesamten Spielzeit auf der Ersatzbank.

Tottenham setzte sich in Edinburgh im britischen Duell gegen Heart of Midlothian gar mit 5:0 durch. Bereits nach einer halben Stunde hatte der Premier-League-Vertreter nach Toren von Rafael van der Vaart, Jermain Defoe und Jake Livermore mit 3:0 in Führung gelegen.

Ohne den spanischen Europacup-Rekordtorschützen Raul blamierte sich Schalke 04 bei HJK Helsinki kräftig und läuft Gefahr, die Gruppenphase der Europa League zu verpassen. Der deutsche Cupsieger und Champions-League-Halbfinalist der vergangenen Saison unterlag dem finnischen Champion nach einer schwachen Vorstellung mit 0:2 und geht folglich mit einer schweren Hypothek ins Rückspiel in einer Woche in der heimischen Arena.

Die Tore für die leidenschaftlich kämpfenden Aussenseiter aus dem hohen Norden erzielte der finnische Internationale Teemu Pukki in der 18. und 54. Minute. Schalke wirkte in der Offensive äusserst statisch und blieb ohne Überraschungsmomente. Daran vermochte auch Mario Gavranovic nichts zu ändern, der nach einer Stunde von Trainer Ralf Rangnick eingewechselt worden war. "Wir haben über weite Strecken die falschen Mittel gewählt und dem finnischen Bollwerk in die Karten gespielt. Mit diesen Mitteln wäre es auch mit Raul nicht einfacher gewesen", so Rangnick.

Einen erfreulicheren Abend erlebte Schalkes Bundesliga-Konkurrent Hannover 96. 19 Jahre nach dem letzten Europacup-Auftritt siegten die Niedersachsen ohne Mario Eggimann gegen den FC Sevilla dank zwei Toren von Jan Schlaudraff 2:1. Den zwischenzeitlichen Ausgleich markierte Frédéric Kanouté. Der 33-jährige Stürmer profitierte dabei von einem Fehlpass von Hannovers Captain Steven Cherundulo.

Im Schweizer Duell zwischen Vero Salatic und Christian Schwegler ging Ersterer auf Zypern als Sieger hervor. Omonia Nikosia, das in der Runde zuvor den holländischen Vertreter ADO Den Haag ausgeschaltet hatte, gewann gegen Salzburg nach frühem Rückstand 2:1. Derweil Salatic beim Heimteam durchspielte, wurde Schwegler im Team des österreichischen Tabellenführers nach 72 Minuten ausgewechselt.

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