FC Aarau
«Letten-Bomber» Edgars Gauracs hat sein Comeback im FCA-Training gegeben

Am Tag nach der kapitalen 0:1-Pleite gegen den FC Vaduz gibt es beim FC Aarau einen kleinen Lichtblick: Edgars Gauracs trainierte am Montag erstmals seit seinem Kreuzbandriss von Ende Juli wieder komplett mit dem Team und fühlt sich entsprechend gut.

Dean Fuss
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Edgars Gauracs spielte am Montag zum ersten Mal seit seinem Kreuzbandriss wieder Fussball

Edgars Gauracs spielte am Montag zum ersten Mal seit seinem Kreuzbandriss wieder Fussball

Keystone

204 Tage nachdem Edgars Gauracs auf der Bahre vom Rasen des Berner Stade de Suisse hatte abtransportiert werden müssen, spielte der lettische Stürmer des FC Aarau am Montag erstmals wieder Fussball zusammen mit seinen Team-Kollegen. Zwar «nur» während eines Trainings, aber trotzdem wird löst dieser Umstand im 26-Jährigen Glücksgefühle aus.

Edgars Gauracs' Eintrag auf «Twitter» «Heute habe ich zum ersten Mal wieder Fussball gespielt, es war ein unglaubliches Gefühl! #6Monate»

Edgars Gauracs' Eintrag auf «Twitter» «Heute habe ich zum ersten Mal wieder Fussball gespielt, es war ein unglaubliches Gefühl! #6Monate»

Dean Fuss

Sechs Monate Leidenszeit

«Es war grossartig», sagt Gauracs am Montagabend gegenüber der «Aargauer Zeitung». «Zum Abschluss des Trainings stand eine Spieleinheit auf dem Programm. Es fühlte sich toll an, wieder mit dem Team Fussball zu spielen.» 6 Monate und einen Tag ist es her, seit sich Gauracs am Kreuzband hatte operieren lassen müssen. «Dass ich jetzt wieder voll trainieren kann ist unglaublich. Die Ärzte haben mir gesagt, dass ich nach sechs Monaten wieder sollte voll trainieren können. Das war mein grosses Ziel und nun ist es gelungen», sagt er. Sein erstes komplettes Training absolvierte Gauracs am Montag ohne Probleme: «Ich habe keinerlei Schmerzen verspürt.»

Gauracs hatte in Aarau keine Anlaufzeit benötigt. Er kam, sah und traf – führte den FCA gleich bei seinem Debüt am 23. Juli 2014 zum 1:0-Sieg über den FC Sion. Nur vier Tage später zog er sich unglücklicherweisenach seiner Einwechslung gegen die Young Boys (1:1) einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Damit begann eine harte Leidenszeit auf dem Weg zurück auf den Platz.

Abgeschlossen ist diese natürlich mit der neusten Entwicklung noch nicht. In den vergangenen Wochen stand Gauracs bei den FCA-Trainings mit auf dem Platz, absolvierte aber grösstenteils Übungen für sich selbst, konnte nur ab und an bei Athletik- und Konditionseinheiten teilweise mit dem Team mitmachen.

Gauracs: «Ich fühle mich gut»

So oder so: Weil sich der FCA in dieser Saison mit dem Toreschiessen eher schwer tut, dürfte sich so mancher Fan darüber freuen, dass Gauracs auf seinem Weg zurück einen guten Schritt weiter gekommen ist. Wann der «Letten-Bomber» zu seinem Pflichtspiel-Comeback antreten wird, ist derzeit allerdings noch nicht absehbar. «Ich fühle mich gut, aber wir müssen jetzt einfach Tag für Tag schauen, wie es geht.» Am Freitag, 20. Februar, steht eine letzte Kontroll-Untersuchung beim Arzt an.

Für Gauracs steht jetzt vor allem eines im Fokus: «Ich muss jetzt wieder in den Rhythmus finden, mit dem Team Fussball spielen im Training. Körperlich und konditionell bin ich fit, aber das Gefühl für das Zusammenspiel mit dem Team und dem Ball muss jetzt wieder kommen.»