Super League

Lausanne verliert abgebrochenes Spiel forfait und wird gebüsst

Lausannes Abwehrchef Alain Rochat als ungläubiger Beobachter der Ausschreitungen auf der Pontaise

Lausannes Abwehrchef Alain Rochat als ungläubiger Beobachter der Ausschreitungen auf der Pontaise

Die Disziplinarkommission der National Football League wertet das nach Ausschreitungen von Hooligans abgebrochene Super-League-Spiel zwischen Lausanne und Thun forfait, also mit einem 3:0 für Thun.

Das Forfait-Ergebnis dürfte im Nachhinein wenig am Ausgang ändern, den das Spiel auf sportlichem Weg genommen hätte. Thun führte auf der Pontaise nach 71 Minuten 2:0, als vermummte und zum Teil bewaffnete Chaoten auf den Platz stürmten, Knallkörper und Petarden zündeten und letztlich bewirkten, dass Schiedsrichter Sandro Schärer den Match abbrechen musste, weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war.

Die Disziplinarkommission belegt Lausanne überdies – auf Bewährung – mit der Sperre eines Stadionsektors. Der Klub hat das Urteil als Ganzes akzeptiert und verzichtet auf einen Rekurs. Thun verbessert sich mit dem Sieg auf den 6. Platz mit nunmehr 42 Punkten.

Die Rekurskommission hält in der Begründung des Urteils fest: «Der Schiedsrichter musste die Partie zunächst unterbrechen, weil aus dem Waadtländer Sektor Pyro-Gegenstände aufs Spielfeld geworfen wurden. Als schliesslich mit Eisenstangen bewaffnete Personen aus dem Fan-Sektor von Lausanne den Innenbereich des Stadions betraten, beorderte der Schiedsrichter alle Beteiligten in die Kabine. Wenig später brach er das Spiel ab, weil unter diesen Bedingungen die Sicherheit der Spieler, der Schiedsrichter und der Offiziellen nicht mehr gewährleistet war.»

Auch Thun gebüsst

Auch der FC Thun wird nach diesem Spiel sanktioniert. Für das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen und das Betreten des Innenbereichs durch Personen aus dem Gästesektor wird der Klub mit einer Busse von 8000 Franken belegt.

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