Es war ein Spiel, indem die Tore meist auf der Seite fielen, auf der es nicht erwartet wurde. So war es auch in der 81. Minute: Thun drückte nach dem 2:2-Ausgleich durch den Weitschuss von Enrico Schirinzi (69.) auf den Siegtreffer und hatte durch Christian Fassnacht auch eine gute Chance. Doch dann schoss gleichwohl Lausanne-Sport das entscheidende dritte Tor; Alexandre Pasche lancierte Nassim Ben Khalifa, der aus spitzem Winkel erfolgreich war.

Auf diesen Rückschlag konnte Thun nicht mehr reagieren. Die letzten Bemühungen waren matt und ohne kreative Elemente. Dafür setzte Ben Khalifa in der 90. Minute seinem Auftritt die Krone auf. Der Stürmer traf zum 4:2 und schoss sein drittes Tor an diesem Abend. Alle Treffer hat Ben Khalifa aus nahezu identischer Position erzielt: einmal in die nahe Ecke, einmal in die weite und einmal unter die Latte.

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Sollte es Lausanne-Sport letztlich zum Klassenerhalt reichen, verdankt es dies zu einem guten Teil seinem Stürmer, der erst im Herbst zu den Waadtländern gestossen ist. In Thun erzielte Ben Khalifa seine Tore 6 bis 8 aus den letzten elf Spielen.

Thun ist nach der zweiten Niederlage in Folge unter Interimstrainer Mauro Lustrinelli noch immer ohne Punkte. Damit wird die Situation für die Berner Oberländer wieder kritisch. Am Sonntag könnte Vaduz im Heimspiel gegen Luzern den Rückstand von fünf Punkten auf Thun verkürzen.

Nach einem guten Start und dem Führungstor durch Dejan Sorgic (13.) baute Thun rasch ab. 15 weitere starke Minuten Mitte in der zweiten Halbzeit reichten nicht für ein positives Resultat. «Unter dem Strich war es ungenügend. Wir müssen in den nächsten Spielen wieder mehr machen», urteilte Schirinzi.