Die Diagnose war klar: Muskelfaserriss. Drei oder sogar vier Wochen werde Michael Lang nicht spielen können, nachdem er sich im Training mit der Nationalmannschaft verletzt hatte. So erstaunte es dann doch, dass Lang bereits am Donnerstag – wieder zurück beim FC Basel – mit der Mannschaft trainierte. Beschwerdefrei. 

Und dasselbe Bild zeigte sich auch am Freitag. «Wir haben mit ihm gearbeitet, er hat 100 Prozent mitmachen können und hat grünes Licht gegeben», erklärte dann auch Cheftrainer Urs Fischer am Freitag vor den Medien. Das bedeutet also, dass Lang beim Spiel gegen GC dabei sein kann.

Dass die Diagnose, die die Ärzte der Nationalmannschaft stellten, widersprüchlich zur jetzigen Entwicklung ist, wollte Fischer nicht gross kommentieren. «Ich bin kein Arzt. Und es war nicht unsere Diagnose.» Für ihn sei einfach wichtig und entscheidend, dass Lang einsetzbar ist. 

Dies trifft auf Luca Zuffi nicht zu. Auch er verletzte sich, als er sich mit der Nati auf das Spiel gegen Portugal vorbereitete. Seine Zerrung im Sprunggelenk hindert ihn an einem Einsatz gegen GC. Für den Start in die Champions League am Dienstag gegen Ludogorets Razgrad sehe es aber gut aus, so Fischer. 

Revanche für letzte Saison 

Aber an das erste Spiel auf der grösstmöglichen europäischen Fussballbühne wollte Fischer noch nicht denken. «Ich freue mich natürlich unheimlich darauf, aber erst, wenn das Spiel gegen GC durch ist.» Und das steht morgen Samstag um 20 Uhr im Joggeli an. 

Das Spiel zwischen Serien- und Rekordmeister ist immer speziell. Aber diese Mal hat der FCB noch etwas gut zu machen. Beide Heimspiele der letzten Saison gegen die Grasshoppers gingen verloren. Das Erste etwas unglücklich mit 2:3, und im anderen war der FCB bereits Meister und Spieler und Staff mit dem Kopf wohl schon auf dem Meisterbalkon, war es doch das letzte Spiel der vergangenen Saison.

Und dennoch sagt Fischer: «Dass sie die Einzigen sind, die uns zwei Mal geschlagen haben in der letzten Saison, sagt alles.» So warnt er auch vor der Geschwindigkeit der GC-Offensive und deren Fähigkeit, auch in schlechten Phasen ein Tor erzielen zu können. 

Und vor allem appelliert er an seine Mannschaft. Im letzten Spiel gegen Thun seien die Spieler «arrogant und überheblich» gewesen. So beurteilte Fischer zwei Wochen nach der letzten Meisterschaftspartie das Auftreten seiner Mannschaft, die nach drei erzielten Toren in den ersten 20 Minuten den Betrieb komplett einstelllte. Thun konnte dies aber nicht ausnutzen. 

Gegen GC hingegen dürfte eine solche Nonchalance bestraft werden. «Sie werden uns alles abverlangen», ist sich auch Fischer sicher. Ein Sieg gegen GC ist fast dreifach wichtig. Zum einen, um die reine Weste und den siebten Sieg in Serie einzufahren, zum anderen, weil es die Hauptprobe für die Champions League ist, und vor allem auch, weil es für den FC Basel eigentlich undenkbar ist, drei Mal in Folge zu Hause gegen denselben Gegner zu verlieren.