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Länder dürfen auf Weltmeisterschaft im Free-TV beharren

Urteil gefällt: Weltmeisterschaften dürfen nicht nur von kostenpflichtigen Sendern übertragen werden (Symbolbild)

Urteil gefällt: Weltmeisterschaften dürfen nicht nur von kostenpflichtigen Sendern übertragen werden (Symbolbild)

Die europäischen Fernsehzuschauer haben gute Aussichten, wichtige Sportereignisse auch weiterhin im Free-TV verfolgen zu können. Das geht aus einem am Donnerstag in Luxemburg veröffentlichten Urteil des Gerichtes der Europäischen Union hervor.

Darin gaben die Richter der Europäischen Kommission Recht, die es zwei Mitgliedsstaaten erlaubt hatte, den Fussballverbänden FIFA und UEFA zu verbieten, die Rechte für die Spiele von Welt- beziehungsweise Europameisterschaft ausschliesslich an einen kostenpflichtigen Sender zu übertragen.

Begründet hatten sie dies damit, dass die Spiele für die Gesellschaft von erheblicher Bedeutung seien. Dagegen hatten sich UEFA und FIFA erfolglos zur Wehr gesetzt.

Dass die Vergabe der Rechte an reine Bezahlsender gerade ärmere Fussballfans ärgern aber auch zu kreativen Höhenflügen animieren kann, zeigte sich bei den Fussballweltmeisterschaften 2006. Damals knackten Schlaumeier in Nordafrika die Chiffrierung des Westschweizer Fernsehens TSR und boten die Spiele frei Haus an.

Ohne die unfreiwilligen Dienste von TSR hätten weniger Zahlungskräftige in Algerien oder Tunesien WM-mässig in die Röhre geguckt: Im arabischen Raum gehörten die Rechte zur WM-Übertragung dem Sender ART, einer Pay-TV-Anstalt.

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