Super League

Lacroix wird nicht mehr gebraucht und Ajeti schielt auf einen Titel – drei Erkenntnisse aus dem Spiel in St. Gallen

Nicht einmal mehr im Kader: Léo Lacroix. Er kann den FCB im Sommer nach nur einem halben Jahr verlassen.

Nicht einmal mehr im Kader: Léo Lacroix. Er kann den FCB im Sommer nach nur einem halben Jahr verlassen.

Der FC Basel gewinnt in St. Gallen trotz frühem Rückstand mit 4:2. Es ist ein Spiel mit vielen Geschichten und Erkenntnissen. Die drei Wichtigsten finden Sie hier.

1. Lacroix spielt keine Rolle mehr 

Nicht nur in der Startelf, sondern gar im Kader für das Spiel des FC Basel in St. Gallen sucht man den Namen Léo Lacroixs vergebens. Der Innenverteidiger fehlt an diesem Sonntag. Er ist aber nicht verletzt, sondern hat schlicht kein Aufgebot bekommen. Ein deutlicher Fingerzeig. Nachdem er letzte Woche nur auf der Bank gesessen hat, hatte es sich schon abzuzeichnen begonnen, jetzt dürfte es definitiv sein: Léo Lacroix hat beim FC Basel keine Zukunft. Raphael Wicky lässt lieber den eigentlichen Mittelfeldspieler Fabian Frei auf Lacroixs Position spielen. Im Sommer geht das Leihgeschäft zwischen Lacroix und dem FCB zu Ende. Er kann seine Sachen packen und sich auf seine Rückkehr nach St. Etienne vorbereiten. 

2. Ajeti will den letzten möglichen Titel holen

Der Meistertitel ist weg, im Cup ist man raus. Und doch könnte der FCB diese Saison mit einem Titel abschliessen. Einem individuellen zwar, aber immerhin. Denn Albian Ajeti ist auf Kurs, um sich den Titel als Torschützenkönig zu krallen. Während der Führende in dieser Liste, Guillaume Hoarau, am Samstag nicht hat treffen können und damit bei 14 Treffern geblieben ist, konnte Ajeti nach seiner Einwechslung in St. Gallen einen Treffer erzielen. Es ist das dritte Tor in den beiden letzten Spielen und sein insgesamt 13. in dieser Saison. Damit ist er zwar noch hinter dem YB-Stürmer zurück, aber in Schlagdistanz. Wie gut in Form er ist, hat Ajeti bewiesen. Und er hat sich das Ziel gesetzt, wenigstens diesen einen Titel zu holen, wie er sagt. Bei noch drei ausstehenden Spielen ist alles möglich. Am Donnerstag kommt es dann zum Direktduell Hoarau gegen Ajeti. 

3. Die Mannschaft zeigt Charakter 

Kehraus-Partien und ein Dasein im Niemandsland der Tabelle - beim FCB geht es um nichts mehr. Weder nach vorne noch nach hinten geht noch was. Das könnte dazu verleiten, den Schlendrian aufkommen zu lassen. Aber in Tat und Wahrheit passiert gerade das Gegenteil. Die letzten beiden Spiele waren mit die spektakulärsten, spannendsten und spielwitzigsten der ganzen Saison. Und Spiele, in denen das Team gezeigt hat: Wir haben Lust zu kicken. Und wir wollen gewinnen. Auch wenn wir de facto alles verlieren könnten und es dennoch keine Konsequenzen hätten. Wie der FCB aber in St. Gallen nach dem frühen Rückstand zurückgekommen ist und das Spiel gedreht hat, gar noch höher hätte gewinnen können als 4:2, zeigt: Dieses Team hat Charakter und kann die Disziplin hoch halten. Und auch, dass in dieser Mannschaft etwas entstanden ist. Das macht Lust auf die neue Saison. 

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