Den Kroaten wird zugetraut, einen ähnlichen Erfolg zu landen wie einst die Generation um Davor Suker, die 1998 nach einem Sieg gegen Deutschland bis in die Halbfinals vorstiess und letztlich Dritter wurde.

Die Rolle des Favoriten vor dem Achtelfinal gegen Dänemark gehört jedenfalls klar Kroatien. Das sei keineswegs belastend, sagt Luka Modric, Mittelfeld-Stratege von Real Madrid und der Nationalmannschaft: «Unser vorrangiges Ziel haben wir bereits erreicht. Ab jetzt können wir ganz befreit spielen.» Der in Möhlin aufgewachsene Ivan Rakitic, sein Partner im kroatischen Aufbau, hält für Modric das ultimative Lob bereit: «Luka ist der beste kroatische Spieler der Geschichte und wie Iniesta der beste Spieler, die es auf ihren Positionen je gegeben hat.»

Mit B-Auswahl zum 2:1-Sieg

Kroatiens Trainer Zlatko Dalic ist überzeugt, dass sein Team in der Lage ist, Grosses zu schaffen. Den Gegner vom Sonntag will er nicht unterschätzen. «Dänemark hat die bessere Mannschaft als Island, ist aber vom Stil her vergleichbar.» Gegen die Isländer reichte Kroatien eine bessere B-Auswahl zu einem 2:1-Sieg.

Dänemarks Trainer, Age Hareide, gibt sich vor dem Achtelfinal-Duell mit Kroatien zuversichtlich: «So gut wie Frankreich sind sie nicht.»

  

Die Dänen indes sind seit Oktober 2016 ungeschlagen. Sie haben seit 14 Jahren nie mehr gegen Kroatien gespielt, glauben aber in ihrer Analyse erkannt zu haben, dass die Aufgabe machbar ist. «Sie kontern sehr stark», sagt Trainer Age Hareide, «aber so gut wie Frankreich sind sie nicht. Und Argentinien wäre bestimmt ein unbequemerer Gegner geworden.»