Fussball
Kritik an René Weiler nach Trainings-Eklat

Der französische Neuzugang Sebastien De Maio will den RSC Anderlecht nach etwas mehr als einem Monat bereits wieder verlassen. Grund dafür soll unter anderem eine Auseinandersetzung mit dem ehemaligen FC-Aarau-Trainer René Weiler sein.

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Réne Weiler hat es momentan nicht leicht.

Réne Weiler hat es momentan nicht leicht.

Keystone

Anfang Juli verpflichtete der belgische Rekordmeister RSC Anderlecht Sebastien De Maio für 3,3 Millionen Euro vom FC Genua. Der 29-jährige sollte der neue Abwehrchef der Belgier werden. Doch nach vier Spielen und schwachen Leistungen musste er in seinen ersten Wochen bereits harte Kritik der Fans und Medien einstecken.

Im Anschluss an eine Trainingseinheit am Montag kam es laut der belgischen Zeitung «Het Nieuwsblad» schließlich zu einem Eklat zwischen De Maio und Trainer Weiler, der im Sommer vom 1.FC Nürnberg nach Belgien gekommen war. Der 42-jährige kritisierte demnach vor der Mannschaft die Leistung des Innenverteidigers im Liga-Spiel gegen St.Truiden (0:0), woraufhin dieser zur Widerrede ansetzen wollte.

Weiler unterband dies nach Angaben der Zeitung und beanspruchte das alleinige Rederecht für sich. De Maio reagierte mit den Worten: «Wenn du reden darfst, darf ich das auch. Trainer, wenn du deine Spieler nicht respektierst, machen wir das auch nicht.» Anschließend soll der Franzose vor seinen Mitspielern seinen Berater angerufen haben, um ihn darum zu bitten, einen neuen Verein für ihn zu finden.

Nur gut ein Monat nach seiner Verpflichtung steht De Maio damit schon wieder vor einem Abgang bei den «Mauves». Im Kader für das Spiel gegen Slavia Prag in der Europa League-Qualifikation am Donnerstag fehlt der Franzose, der stattdessen nach Italien fliegen soll, um einen Medizincheck beim AC Florenz zu absolvieren. Dort wartet ein Leihvertrag mit Kaufoption auf den Verteidiger, bestätigte Anderlecht-Manager Herman Van Holsbeeck gegenüber der Sportwebseite «sporza». Offizieller Grund für seinen Abgang: «Seine Frau und sein Kind wollen nicht nach Brüssel ziehen.»