WM 2018

Kolumbien gewinnt beeindruckend mit 3:0 – Polen ist somit ausgeschieden

Kolumbien deklassiert das auf der ganzen Linie enttäuschende Polen 3:0 und wahrt seine Chancen auf die Achtelfinal-Qualifikation. Die Europa-Legionäre Mina, Falcao und Cuadrado schiessen die Tore.

Polen ist die grosse Enttäuschung an dieser WM. Als einzige Mannschaft aus dem stärksten Topf 1 sind die Osteuropäer nach nur zwei Spielen sieglos und als erstes europäisches Team bereits ausgeschieden. Gegen Kolumbien startete das Team um Star Robert Lewandowski zwar engagiert, nach rund einer Viertelstunde war es mit der Herrlichkeit aber bereits wieder vorbei. Das 0:1 durch den jungen Yerry Mina in der 40. Minute fiel mit Ansage.

Angetrieben von einem ungemein dynamischen und aktiven Juan Cuadrado entwickelten die Kolumbier viel Zug aufs Tor, auch wenn sie zunächst nicht zu gefährlichen Abschlüssen kamen. Der Kopfball von Barcelona-Verteidiger Mina, der nach seinem Wechsel im Winter nur fünf Einsätze in der ersten Mannschaft erhalten hatte, war der erste Torschuss der gesamten Partie.

Polen, das sich so souverän durch die Qualifikation gespielt hatte, fand nie zu einem funktionierendem System. Trainer Adam Nawalka hatte bereits in der Halbzeit des Senegal-Spiels von einer Vierer- auf eine Dreierverteidigung umgestellt. Ohne den Abwehrchef Kamil Glik, der nach seiner Schulterverletzung erst für die letzten zehn Minuten eingewechselt wurde, fehlte aber die Stabilität. Bei Radamel Falcaos 2:0 (70.) und Juan Cuadrados 3:0 (75.) liessen sich die Polen durch einen einzigen Pass ausspielen.

Und vorne hing Lewandowski trotz eines nominellen Dreierangriffs in der Luft und hatte keinerlei Unterstützung. In der Qualifikation hatte der Bayern-Stürmer in 10 Spielen 16 Tore geschossen. In Russland kam er im ersten Spiel auf ganze drei Ballkontakte im gegnerischen Strafraum. Gegen Kolumbien hatte er nur zwei gute Szenen, scheiterte aber jeweils an Kolumbiens Goalie David Ospina.

Kolumbien reagierte stark auf die 1:2-Pleite zum Auftakt gegen Japan, als man ab der 4. Minute in Unterzahl spielte. Es hat sein Schicksal dank des deutlichen Erfolgs in den eigenen Händen. Ein Sieg zum Abschluss am Donnerstag gegen Senegal würde auf jeden Fall für die Achtelfinal-Qualifikation reichen. Sollte Japan gegen die ambitionslosen Polen verlieren, genügt sogar ein Unentschieden.

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