WM14
Kolumbien eliminiert Uruguay dank Toren von James Rodriguez

Kolumbien schlägt Uruguay 2:0 und zieht ins Viertelfinal ein. Für beide sehenswerten Tore war der neue Superstar James Rodriguez zuständig. Ein enttäuschendes Uruguay fliegt nach Hause, während die Kolumbianer auf Brasilien treffen.

Drucken
Teilen
Kolumbien-Uruguay, Achtelfinal: Die Bilder zum Spiel
22 Bilder
Rodriguez, ein neuer Superstar ist geboren
James Rodriguez nimmt den Ball schön mit der Brust ab und zieht Volley ab
...und trifft James Rodriguez jubelt über seinen Führungstreffer für Kolumbien
James Rodriguez saugt die Fangesänge der Kolumbianer auf
Uruguays Altstar Diego Forlan schleicht nach dem Führungstreffer der Kolumbianer von dannen
Das Team der Kolumbianer
Das Team der Uruguayer
Diego Forlan durfte wieder einmal von Anfang an auf den Platz und zeichnete sich mit einzelnen Situationen aus
Die Kolumbianer sind bereit fürs Spiel gegen Uruguay
Ob sie gleich zubeissen? Die Uruguayer verstehen offensichtlich Humor
Die uruguayischen Fans stehen noch immer hinter ihrem Superstar und Beisser Luis Suarez

Kolumbien-Uruguay, Achtelfinal: Die Bilder zum Spiel

Keystone

Brasiliens Gegner in den WM-Viertelfinals heisst Kolumbien. Die "Cafeteros" siegten im zweiten südamerikanischen Achtelfinal-Duell gegen Uruguay verdient mit 2:0. Der überragende James Rodriguez schoss an dieser Endrunde seine Tore Nummer 4 und 5.

Rodriguez war zweifellos der Mann des Abends im Maracana von Rio de Janeiro. Was der erst 22-jährige Angreifer von der AS Monaco bot, verdiente das Prädikat Weltklasse. Sein traumhaftes Führungs-Tor in der 28. Minute dürfte noch oft in Rückblicken auf dieses Turnier zu sehen sein. In dieser Szene nahm Rodriguez den Ball rund 20 Meter vor dem gegnerischen Gehäuse mit der Brust an, ehe er sich mit einer Drehung in eine ideale Abschluss-Position brachte und die Kugel mit einem satten Volley unter die Latte zimmerte. Goalie Fernando Muslera hatte die Fingerspitzen noch am Ball, eine echte Abwehr-Chance blieb ihm aber nicht.

Den zweiten Streich liess Rodriguez kurz nach der Pause folgen. In der 50. Minute stand er genau am richtigen Ort, um eine herrliche Ball-Stafette der Kolumbianer erfolgreich zu vollenden. Die sehenswerte Vorlage hatte per Kopf Juan Cuadrado geliefert. Die Mannen von Trainer José Pekerman feierten auch diesen Treffer mit der obligaten Tanz-Einlage.

Spätestens jetzt ist klar: Kolumbien wird auch ohne Top-Stürmer Falcao dem Status des Geheimfavoriten vollauf gerecht. Die "Cafeteros" zeigten gegen Uruguay, dass die drei Siege in der Gruppenphase nicht zufällig zustande kamen und dass sie auch Gegner von grösserem Kaliber mühelos aus dem Weg räumen können. Und James Rodriguez etabliert sich an dieser Endrunde im Reigen der Superstars. Er ist die Galionsfigur einer Mannschaft, die ihrem Land den grössten Fussball-Erfolg der Geschichte beschert hat. In den Viertelfinals einer WM steht Kolumbien in diesen Tagen zum ersten Mal. Die bisherige Bestmarke war der Achtelfinal-Einzug von 1990 gewesen. Und die Runde der letzten acht muss in Brasilien nicht Endstation bedeuten. Dieses Kolumbien wird auch gegen den wenig überzeugenden Gastgeber seine Chancen erhalten.

Für die Uruguayer hingegen ist Schluss. 64 Jahre nachdem sie im Maracana ihren letzten WM-Titel geholt hatten, wurden diesmal an dieser Stätte all ihre Träume begraben. Gegen Kolumbien hatten die "Urus" auch für ihren gesperrten Leitwolf Luis Suarez kämpfen wollen, sie traten aber im Maracana zu zahm auf. Die Schützlinge von Oscar Tabarez wollten zu lange nur reagieren statt agieren, und die Passivität sollte bestraft werden. Am meisten Gefahr ging von ihnen aus, als sie bereits mit 0:2 im Hintertreffen lagen. Cristian Rodriguez (64.), Maxi Pereira (79.) und Edinson Cavani (84.) vergaben gute Möglichkeiten. Altmeister Diego Forlan, der für Suarez in die Startelf gerückt war, fehlte die Durchschlagskraft.

Kolumbien - Uruguay 2:0 (1:0)

Maracana, Rio de Janeiro. - 73'800 Zuschauer. - SR Kuipers (Ho). - Tore: 28. Rodriguez 1:0. 50. Rodriguez 2:0.

Kolumbien: Ospina; Zuniga, Zapata, Yepes, Armero; Cuadrado (81. Guarin), Aguilar, Sanchez, Rodriguez (85. Ramos); Gutierrez (68. Mejia), Martinez.

Uruguay: Muslera; Caceres, Gimenez, Godin, Alvaro Pereira (53. Ramirez); Maximiliano Pereira, Gonzalez (67. Hernandez), Arevalo, Rodriguez; Cavani, Forlan (53. Stuani).

Bemerkungen: Uruguay ohne Suarez (gesperrt) und Lugano (verletzt). - Verwarnungen: 55. Gimenez (Foul). 77. Armero (Spielverzögerung) und Lugano (Unsportlichkeit auf der Ersatzbank).