FC Basel
Kolo Touré, Lorik Cana oder Tomas Rosicky? - Wer ist der Altstar der Zukunft?

Walter Samuel hat beim FC Basel die Sehnsucht nach weiteren Fussballgranden geweckt. Wir haben einige Vorschläge für Sportdirektor Heitz und Präsident Heusler, welche Altstars wir gerne im Joggeli begrüssen würden.

Sebastian Wendel
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Locken Suchy und Vaclik bald schon Tomas Rosicky nach Basel?

Locken Suchy und Vaclik bald schon Tomas Rosicky nach Basel?

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Am Anfang war es ein Experiment. Zwei Jahre später ist klar: Das hat sich – trotz Startschwierigkeiten – gelohnt. Die Rede ist von Walter Samuel, mit dessen Verpflichtung der FC Basel im Sommer 2014 überraschte. 36 Jahre alt war der Argentinier damals. Bei Inter Mailand nicht mehr erwünscht.

Tomas Rosicky (35) In Dortmund, wo sein Stern aufging, nannten sie ihn wegen seiner schmächtigen Figur «Schnitzel». Ein Kleiderschrank ist der Tscheche auch mit 34 Jahren noch nicht, doch fünf Jahre BVB und 10 Jahre Arsenal haben aus dem zentralen Mittelfeldspieler eine internationale Grösse gemacht. Mit Tomas Vaclik und Marek Suchy sind bereits zwei Tschechen beim FCB unter Vertrag – sie könnten ihrem Nationalmannschaftskollegen Basel schmackhaft machen.

Tomas Rosicky (35) In Dortmund, wo sein Stern aufging, nannten sie ihn wegen seiner schmächtigen Figur «Schnitzel». Ein Kleiderschrank ist der Tscheche auch mit 34 Jahren noch nicht, doch fünf Jahre BVB und 10 Jahre Arsenal haben aus dem zentralen Mittelfeldspieler eine internationale Grösse gemacht. Mit Tomas Vaclik und Marek Suchy sind bereits zwei Tschechen beim FCB unter Vertrag – sie könnten ihrem Nationalmannschaftskollegen Basel schmackhaft machen.

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Geplagt von Knieproblemen. Aber geprägt von 14 Jahren Fussball auf allerhöchstem Niveau: AS Rom, Real Madrid und Inter Mailand waren seine Stationen in Europa, bevor er nach Basel kam. Sechsmal italienischer Meister. Champions-League- und Weltpokalsieger. Langjährige Stammkraft in der argentinischen Nationalmannschaft.

Lorik Cana (32) Taulant Xhaka, Shkelzen Gashi, Armando Sadiku – alles albanische Nationalspieler mit grossem Selbstverständnis. Doch rücken sie in die Nationalmannschaft ein, ordnen sie sich unter. Dem einen. Dem Anführer. Lorik Cana. Der Innenverteidiger ist der Kopf der Albaner, hat eine ähnliche Bedeutung für das Team wie früher Marco Streller beim FCB. Ein geborener Leader. Und nebenbei ein Innenverteidiger von gehobener Klasse. Cana hat seine Karriere dereinst in Lausanne lanciert und hat zuletzt durchsickern lassen, dass er in die Schweiz zurückkommen möchte.

Lorik Cana (32) Taulant Xhaka, Shkelzen Gashi, Armando Sadiku – alles albanische Nationalspieler mit grossem Selbstverständnis. Doch rücken sie in die Nationalmannschaft ein, ordnen sie sich unter. Dem einen. Dem Anführer. Lorik Cana. Der Innenverteidiger ist der Kopf der Albaner, hat eine ähnliche Bedeutung für das Team wie früher Marco Streller beim FCB. Ein geborener Leader. Und nebenbei ein Innenverteidiger von gehobener Klasse. Cana hat seine Karriere dereinst in Lausanne lanciert und hat zuletzt durchsickern lassen, dass er in die Schweiz zurückkommen möchte.

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Samuels prall gefüllter Rucksack an Erfahrungen wog für die FCB-Verantwortlichen schwerer als die gesundheitlichen Risiken. Zu Recht, wie sich im Nachhinein herausstellte: Samuel hat zwei Jahre lang als Persönlichkeit und in der zweiten Saison auch als Innenverteidiger wertvolle Dienste geleistet, bevor er vergangene Woche seine Karriere beendete.

Kolo Touré (35) Der ältere Bruder von Yaya Touré ist der Typ Spieler, den alle mögen: eine Frohnatur in der Kabine, auf dem Platz ein Vollprofi. Mit Abräumerqualitäten höchster Klasse: Er verteidigte sieben Jahre für Arsenal, vier für Manchester City und drei für Liverpool. Mehr Erfahrung geht nicht. Der Ivorer ist in der Premier League eine lebende Legende – ihm und seinem Bruder zu Ehren haben die Fans sogar eine Hymne inklusive eines kultigen Tanzes kreiert. Wetten, dass Kolo Touré auch in der Schweiz die Herzen im Sturm erobern würde?

Kolo Touré (35) Der ältere Bruder von Yaya Touré ist der Typ Spieler, den alle mögen: eine Frohnatur in der Kabine, auf dem Platz ein Vollprofi. Mit Abräumerqualitäten höchster Klasse: Er verteidigte sieben Jahre für Arsenal, vier für Manchester City und drei für Liverpool. Mehr Erfahrung geht nicht. Der Ivorer ist in der Premier League eine lebende Legende – ihm und seinem Bruder zu Ehren haben die Fans sogar eine Hymne inklusive eines kultigen Tanzes kreiert. Wetten, dass Kolo Touré auch in der Schweiz die Herzen im Sturm erobern würde?

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Gefragt sind Innenverteidiger

In Basel ist man von Samuel so begeistert, dass es heisst: Das Modell «Altstar» hat Zukunft. Sportdirektor Georg Heitz: «Wir alle haben sehr viel gelernt und profitiert von Samuels Erfahrungsschatz.

Alex (33) Zuletzt Stammspieler bei der AC Milan, zuvor in gleicher Rolle bei Paris St. Germain, Chelsea und PSV Eindhoven. In der brasilianischen Nationalmannschaft kam der Innenverteidiger wegen der starken Konkurrenz nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Alex schaut immer ein bisschen mürrisch drein, soll aber ein lustiger Typ sein. Er wäre aufgrund seiner Klasse und seiner Ausstrahlung mit Sicherheit eine Bereicherung für die FCB-Defensive.

Alex (33) Zuletzt Stammspieler bei der AC Milan, zuvor in gleicher Rolle bei Paris St. Germain, Chelsea und PSV Eindhoven. In der brasilianischen Nationalmannschaft kam der Innenverteidiger wegen der starken Konkurrenz nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Alex schaut immer ein bisschen mürrisch drein, soll aber ein lustiger Typ sein. Er wäre aufgrund seiner Klasse und seiner Ausstrahlung mit Sicherheit eine Bereicherung für die FCB-Defensive.

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Es war ein Privileg, mit solch einem Spieler zusammenzuarbeiten. Wenn das Paket aus Mentalität, körperlichem Zustand und Finanzen stimmt, ist es gut möglich, dass wieder einmal ein solcher Spieler zum FCB kommt.» Und Heitz fügt vielsagend an: «Es gibt Spieler, die diese Voraussetzungen erfüllen.»

Michael Carrick (34) Der Engländer gehörte zum Stamm der Mannschaft von Manchester United, die von 2007 bis 2013 die Premier League beherrschte und 2008 die Champions League gewann. Das Rampenlicht überliess er lieber den Superstars Ronaldo und Rooney, weshalb sein Name nicht jedem Fussballfan ein Begriff ist. Was seine Wichtigkeit nicht schmälert – im Gegenteil: Der neue Trainer Mourinho will Carrick behalten, der hat noch nicht endgültig entschieden. Vom Spielertyp her ist der 34-Jährige ein Steven Gerrard für Arme – was immer noch mehr als gut genug ist für den FCB.

Michael Carrick (34) Der Engländer gehörte zum Stamm der Mannschaft von Manchester United, die von 2007 bis 2013 die Premier League beherrschte und 2008 die Champions League gewann. Das Rampenlicht überliess er lieber den Superstars Ronaldo und Rooney, weshalb sein Name nicht jedem Fussballfan ein Begriff ist. Was seine Wichtigkeit nicht schmälert – im Gegenteil: Der neue Trainer Mourinho will Carrick behalten, der hat noch nicht endgültig entschieden. Vom Spielertyp her ist der 34-Jährige ein Steven Gerrard für Arme – was immer noch mehr als gut genug ist für den FCB.

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Namen nennt Heitz keine. Also sind wir selber in die Rolle des Sportdirektors geschlüpft und haben uns auf die Suche gemacht nach möglichen Kandidaten. Die Voraussetzungen: Auslaufender Vertrag, im Herbst der Karriere, langjähriges Wirken auf allerhöchstem Niveau, mehr oder weniger skandalfreie Vergangenheit und auf dem Spielfeld mit einer zentralen Rolle vertraut.

Martin Demichelis (35) Der ewige Demichelis lässt sich nicht abschütteln: Wo er im Herbst seiner Karriere auch hinwechselte, der Argentinier setzte sich in der Defensive gegen die junge Garde durch. Demichelis ist ein Kämpfer vor dem Herrn und auch mit 35 Jahren noch topfit, was für eine vorbildliche Berufseinstellung spricht. Er kennt Samuel aus der Nationalmannschaft – haben sie schon über den FCB gesprochen?

Martin Demichelis (35) Der ewige Demichelis lässt sich nicht abschütteln: Wo er im Herbst seiner Karriere auch hinwechselte, der Argentinier setzte sich in der Defensive gegen die junge Garde durch. Demichelis ist ein Kämpfer vor dem Herrn und auch mit 35 Jahren noch topfit, was für eine vorbildliche Berufseinstellung spricht. Er kennt Samuel aus der Nationalmannschaft – haben sie schon über den FCB gesprochen?

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Der FCB sucht bekanntlich nach Innenverteidigern. Und auf dieser Position oder im defensiven Mittelfeld kommt die führende Hand eines Altstars am besten zur Geltung. Gefunden haben wir neun bekanntere und unbekanntere, realistischere und weniger realistischere Namen.

Nicolas Burdisso (35) Einer von Samuels besten Freunden und deshalb zu Gast in Basel, als «il muro» verabschiedet wurde. Burdisso, ebenfalls Innenverteidiger, konnte sich im St. Jakob-Park und anschliessend auf der Meisterfeier im Casino-Gebäude ein Bild machen vom FCB. Wer ihn sah, merkte: Dem gefällts. Hat jahrelang mit Samuel bei Inter Mailand gespielt, danach für die AS Roma und zuletzt in Genua. Vom Charakter her vergleichbar mit dem stillen Schaffer Samuel – warum also nicht auf Bewährtes zurückgreifen?

Nicolas Burdisso (35) Einer von Samuels besten Freunden und deshalb zu Gast in Basel, als «il muro» verabschiedet wurde. Burdisso, ebenfalls Innenverteidiger, konnte sich im St. Jakob-Park und anschliessend auf der Meisterfeier im Casino-Gebäude ein Bild machen vom FCB. Wer ihn sah, merkte: Dem gefällts. Hat jahrelang mit Samuel bei Inter Mailand gespielt, danach für die AS Roma und zuletzt in Genua. Vom Charakter her vergleichbar mit dem stillen Schaffer Samuel – warum also nicht auf Bewährtes zurückgreifen?

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Seydou Keita (36) War während seiner vier Jahre beim FC Barcelona ein Lieblingsschüler von Pep Guardiola. Laufstark, ballsicher, exzellente Übersicht, torgefährlich – der Mann aus Mali bringt für einen zentralen Mittelfeldspieler alles mit. Käme von der AS Roma, wo er in der vergangenen Saison unbestrittene Stammkraft war. Wäre für den FCB ein Riesending – das Problem ist nur, dass seine Dienste auch bei weitaus grösseren Klubs gefragt sind.

Seydou Keita (36) War während seiner vier Jahre beim FC Barcelona ein Lieblingsschüler von Pep Guardiola. Laufstark, ballsicher, exzellente Übersicht, torgefährlich – der Mann aus Mali bringt für einen zentralen Mittelfeldspieler alles mit. Käme von der AS Roma, wo er in der vergangenen Saison unbestrittene Stammkraft war. Wäre für den FCB ein Riesending – das Problem ist nur, dass seine Dienste auch bei weitaus grösseren Klubs gefragt sind.

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