Mit Ausnahme der Nomination von Parma-Söldner Dzemaili hat Hitzfeld bewusst auf weitere Experimente verzichtet. Seine Begründung: "Am 26. März bestreiten wir in Sofia unser Spiel des Jahres. Wir müssen gegen Bulgarien unbedingt siegen, um in der Qualifikation zur EM 2012 unsere Chancen zu wahren. Für diese Partie haben wir genau eine Test-Möglichkeit, am nächsten Mittwoch auf Malta. Darum will ich jene Spieler sehen, mit denen ich nach dem heutigen Stand auch für das Bulgarien-Spiel plane."

Dzemailis Nomination ist damit die auffälligste Veränderung in der Selektion Hitzfelds. Der 25-jährige Mittelfeldspieler spielte am 1. April 2009 in Genf gegen Moldawien (2:0) letztmals für das Schweizer A-Team. "Dzemaili stand aber immer unter Beobachtung", versichert Hitzfeld, "ich war stets informiert über den Zustand seiner Gesundheit und seiner Form. Jetzt ist er erstmals seit seinem Transfer von Torino zu Parma über eine längere Zeit konstant gut und gesund – und darum nun auch wieder aufgeboten."

So sind mit Ausnahme der verletzten Tranquillo Barnetta und Valon Behrami sowie der U21-Mitglieder Nassim Ben Khalifa, François Affolter und Moreno Costanzo alle Spieler dabei, die schon im letzten Aufgebot im November gegen die Ukraine figuriert haben. Hinzu stiess neben Dzemaili auch der im November verletzte Eren Derdiyok als dritter Stürmer. Affolter und Costanzo reisen auch mit nach Malta, sie sind aber für das dort ebenfalls testende Schweizer U21-Team (gegen die Ukraine) vorgesehen und stehen auf Abruf für das A-Team bereit.