FCB-Zahl der Woche
Katastrophale Rückrundenbilanz: St. Gallen ist für den FC Basel nur Kanonenfutter

Der FC St. Gallen kann sich den Trip nach Basel eigentlich sparen. Vor allem während der Rückrunde sind die Ostschweizer ein gern gesehener Punktelieferant für den FCB.

Jakob Weber
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Jubelnde Basler, enttäuschte St. Galler: In diesem Jahrtausend kein seltenes Bild, vor allem nicht in der Rückrunde.

Jubelnde Basler, enttäuschte St. Galler: In diesem Jahrtausend kein seltenes Bild, vor allem nicht in der Rückrunde.

Keystone

Die Winterpause war Gift für den FC Basel. Das findet zumindest Pep Guardiola. «Der fehlende Spielrhythmus war definitiv ein Vorteil für uns. Basel war heute nicht in der Form von Ende 2017, als sie Man United, Benfica und Moskau schlugen», sagte der Star-Trainer am späten Dienstagabend zur Freude aller nach Ausreden lechzenden FCB-Fans. Klar, einem Pep widerspricht man nicht, doch der Blick auf das Punkteplus in der Rückrunde zeigt zumindest langfristig gesehen das Gegenteil.

Seit 2007 holte Basel nach der Winterpause 22 Punkte mehr als in der Hinrunde. Besser ist in dieser Hinsicht nur der FC Thun. Das Rückrundenplus der Berner Oberländer liegt ebenfalls bei 22 Punkten, doch die Thuner benötigen dafür zwei Super-League-Saisons weniger als der Serienmeister. Auch der FC Lugano kommt stets verbessert aus dem Winterschlaf. Obwohl sie erst seit zwei Jahren wieder zurück in der Super League sind, schaffen es die Tessiner bereits auf Rang 4. Die Rückrundenstärke der Luganesi bescherte ihnen in dieser Saison schon die Europa-League-Teilnahme, und auch 2018 stellen die Tessiner mit dem Punktemaximum von sechs Punkten ihre Rückrundenstärke erneut unter Beweis.

Giftig ist die Winterpause trotzdem. Einfach für andere, allen voran für den nächsten FCB-Gegner. Denn der FC St. Gallen stürzt in der Rückrunde regelmässig ab. Seit 2007 hat der FCSG nach der Winterpause 44 Punkte weniger geholt als in der Hinrunde. Das ist einsamer Negativrekord aller Super-League-Vereine.

Diese FCB-Mannschaft verlor zuletzt ein Rückrunden-Heimspiel gegen St. Gallen.

Diese FCB-Mannschaft verlor zuletzt ein Rückrunden-Heimspiel gegen St. Gallen.

Keystone

Kein Wunder also, dass St. Gallen in der Rückrunde tatsächlich nur Kanonenfutter für den FCB ist. Von den letzten zwanzig Rückrundenduellen zwischen dem FC Basel und dem FC St. Gallen gewannen die Espen kein einziges. Sechs Unentschieden, 14 Niederlagen, so die eindrückliche Bilanz zugunsten des FCB. Am 34. Spieltag der Saison 2001/02 gewann Grünweiss zuletzt ein Rückrundenspiel im Joggeli. Damals hiess die Super League noch Nationalliga A und der heutige FCB-Konditionstrainer Marco Walker schaltete als St. Galler Abwehrspieler die FCB-Stürmer Hervé Tum und Carlos Varela aus. Doch nicht nur das. Seit jenem Auswärtssieg sind die Ostschweizer hin- und rückrundenübergreifend 26 Mal nach Basel gereist. Mit einer einzigen Ausnahme immer ohne Auswärtserfolg.