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Katar geht über Leichen: Für die WM 2022 sterben vier Bauarbeiter pro Woche

Die hässliche Seite des Sports: Todesfälle gehören bei den Vorbereitungen zur Normalität.

Die hässliche Seite des Sports: Todesfälle gehören bei den Vorbereitungen zur Normalität.

Der 100-Milliarden-Event am persischen Golf fordert seinen Tribut. Unter unwürdigen Bedingungen schuften Bauarbeiter mehr als zwölf Stunden am Tag – damit das Emirat am Tag X im besten Licht dastehen wird.

Die Vorwürfe sind gravierend. Ein Bericht des Internationalen Gewerkschaftsbundes (ITUC) enthüllt schockierende Einzelheiten während den Vorbereitungen zur WM 2022 in Katar. So schieben Bauarbeiter Tagesschichten von über 12 Stunden, für einen Stundensalär von mickrigen 78 Cent und Temperaturen von über 50 Grad.

Vier Nepalesen pro Woche

Die Arbeiter kommen grösstenteils aus Nepal oder den Philippinen. Aufgrund der enormen körperlichen Belastung gehören Todesfälle längst zur Normalität. «Es gab 1000 solcher Situationen im vergangen Jahr, bei denen Arbeiter verletzt oder getötet wurden», beschreibt Tim Noonan, Kommunikationschef des ITUC, die derzeitigen Verhältnisse dem Magazin «FOCUS». «Im Moment sterben im Schnitt vier Nepalesen pro Woche. Meistens wird keine Autopsie durchgeführt. Die Toten werden in Särge gelegt und nach Hause geschickt.»

Kampagne geplant

Auch wenn die katarische Regierung Besserung versprochen hat, bleibt noch immer alles wie gehabt. ITUC will darum eine Kampagne lancieren, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren. Auch die FIFA soll dabei eingespannt werden.

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