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Kandidatur als FIFA-Präsident: Blatter-Gegner van Praag gibt wohl auf

Der Holländer Michael van Praag und der portugiesische Weltfussballer Luis Figo wollten Sepp Blatter als Fifa-Präsident beerben. Nun hat der Walliser aber vermutlich zwei Herausforderer weniger: Sie sollen den Rückzug ihrer Kandidaturen planen.

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Ist Ali bin al-Hussein (l.) nun der einizge Herausforderer von Sepp Blatter?

Ist Ali bin al-Hussein (l.) nun der einizge Herausforderer von Sepp Blatter?

Keystone

Gleich zwei Herausforderer von Sepp Blatter erwägen offenbar einen Rückzug für die am 29. Mai in Zürich bevorstehende Fifa-Präsidentschaftswahl.

Der Niederländer Michael van Praag (67) zieht seine Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten offenbar zurück. Der Vorsitzende des niederländischen Fußballverbandes KNVB will mit seiner Entscheidung die Chance des jordanischen Prinzen Prinz Ali bin Al Hussein (39) erhöhen, am 29. Mai in Zürich Nachfolger des umstrittenen FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter zu werden. Das berichtet die Tageszeitung de Volkskrant, die sich auf FIFA-Quellen beruft.

Demnach will der 67-jährige Vorsitzende des niederländischen Fußballverbandes Michael van Praag offenbar nicht mehr für das Amt als Fifa-Präsident kandidieren. Damit sollen die Chancen von Prinz Ali bin al-Hussein gestärkt werden, Sepp Blatter zu beerben.

Auch der argentinische Fussballgott Diego Armando Maradona hatte sich kürzlich für den 39-jährige Jordanier als Nachfolger von Blatter stark gemacht. Dieser geniesse bei den 209 der Fifa angeschlossenen Verbänden mehr Unterstützung als er, sagte van Praag als Begründung für seinen Rückzieher.

Der KNVB bestätigte vorausgegangene «Diskussionen unter den Kandidaten über die Möglichkeit, die Kräfte zu vereinen».

Das "gemeinsame Ziel" sei es, eine Veränderung innerhalb der FIFA zu erreichen. "Es ist gut, dass es eine wachsende, internationale Koalition gibt, die dieses Ziel anstrebt", teilte der Verband mit: "Darauf liegt unsere Konzentration. Es ist zu früh, um darüber zu reden, welcher Kandidat die größten Chancen hätte."

Der «Volkskrant» schreibt auch, dass der ehemalige portugiesische Weltfussballer Luis Figo ebenfalls und aus demselben Grund wie van Praag seine Kandidatur zurückziehen will, was Al-Hussein zum alleinigen Herausforderer von Sepp Blatter machen würde.

In der vergangenen Woche hatten sich Blatters Gegenkandidaten in Genf getroffen, um ihren weitere Strategie im Wahlkampf zu besprechen. Van Praag und Figo schlossen zu diesem Zeitpunkt einen vorzeitigen Rücktritt noch aus, weil sie von ihren eigenen Chancen überzeugt waren.

Am Mittwoch soll es in Niederlanden eine gemeinsame Pressekonferenz von Figo und van Praag geben. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es noch nicht. (edi/si)

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