Nachfolger

Jetzt ist es definitiv: Urs Fischer ist neuer Trainer des FC Basel

So will Urs Fischer in Basel überzeugen

So will Urs Fischer in Basel überzeugen

Am Donnerstag stellte der FCB seinen neuen Trainer vor: Urs Fischer. Der zeigt sich optimistisch, dass er der Mannschaft seinen Stempel aufdrücken kann.

Urs Fischer heisst der neue Trainer des FC Basel. Der bisherige Coach des FC Thun unterschreibt beim Schweizer Meister einen für zwei Jahre gültigen Vertrag mit Option.

Als der FC Zürich gestern Morgen das Training beendete, wurde die Mannschaft von Hermann Burgermeister informiert: «Urs Fischer wird FCB-Trainer!» Einige blicken ungläubig, andere nicken anerkennend. Burgermeister aber strahlt. Wenn es jemanden gibt, der Urs Fischer in- und auswendig kennt, dann er, der langjährige Masseur des FCZ. Also, Herr Burgermeister: Was für einen Trainer bekommt der FC Basel? «Einen ausgezeichneten, fachlich wie menschlich. Ich freue mich riesig für Urs. Er wird seinen Weg beim FCB machen, da bin ich mir sicher. Er versteht es, mit Menschen umzugehen.»

FCB-Coach Urs Fischer: Das sind seine Ziele

FCB-Coach Urs Fischer: Das sind seine Ziele

Zur selben Zeit geht am Donnerstag auch das Morgentraining des FC Thun unter Fischers Leitung zu Ende. Danach informiert dieser seine Mannschaft: «Ich werde Trainer beim FC Basel.» Staff und Spieler applaudieren. Vor zweieinhalb Jahren hatte Sportchef Andres Gerber Fischer engagiert und seither eng mit ihm zusammengearbeitet. Also, Herr Gerber: Was für einen Trainer bekommt der FC Basel? «Ich freue mich wahnsinnig, dass Urs diese Chance bekommt. Er hat sie verdient. Es fällt mir nichts ein, was an ihm zu kritisieren wäre. Er ist ein bodenständiger Schaffer, der den Schweizer Fussball gut kennt und mit den Spielern super umgeht.»

Schon drei Stunden nach der Verabschiedung in Thun sitzt Fischer im Medienzentrum des St. Jakob-Parks auf dem Podium. Er kann die Freude und den Stolz nicht verbergen, dass er es ist, den die Klubleitung auserkoren hat, Nachfolger von Paulo Sousa zu werden, um den besten Schweizer Verein zu trainieren. Ausgestattet mit einem Zweijahresvertrag plus Option für eine weitere Saison. Als erste Wahl und Wunschtrainer, wie Sportchef Georg Heitz versichert. «Er hat mit seinen Leistungen bewiesen, dass er auf diesem Niveau Trainer sein kann, er ist ehrlich und authentisch, hat hervorragende Referenzen und im persönlichen Gespräch überzeugt.» Nach einem zweiten Super-League-Rang mit dem FC Zürich hat Fischer den FC Thun zweimal in den Europacup geführt.

Schnee von gestern

Präsident Bernhard Heusler blendet zurück auf die vergangenen Tage und sagt, dass die letzten Gespräche mit Sousa zur Erkenntnis geführt hätten, dass dieser in Basel nicht glücklich sei. «Das waren ernstzunehmende Alarmsignale. Wir zogen einen Schlussstrich und lösten den Vertrag auf.» Heitz sagt: «Es ist vorwiegend darum gegangen, dass wir und Sousa die Rolle eines Headcoaches unterschiedlich beurteilt haben.» Aber natürlich sei es nun nicht das Ziel, jedes Jahr den Trainer zu wechseln, sagt Heusler. Seit 2009 ist Fischer nach Gross, Fink, Vogel und Sousa der fünfte Trainer.

Egal. Sousa ist Schnee von gestern. Die Gegenwart heisst Urs Fischer, mit 545 Partien Schweizer Rekordspieler und vierfacher Internationaler. Vor einer knappen Woche ist er erstmals von Heusler kontaktiert worden, ebenso der FC Thun. Er habe einen oder zwei Tage nachgedacht, sagt Fischer. Und schlecht geschlafen. Nicht, dass er sich nicht über die Basler Offerte gefreut hatte. Nicht, dass er das Gefühl hatte, der Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Aber der 49-Jährige hatte sich halt mit dem FC Thun identifiziert, sodass er das Berner Oberland nicht einfach ratzfatz verlassen wollte. «Heute aber bin ich unheimlich happy», strahlt Fischer. Auch Heusler und Heitz scheint es ähnlich zu gehen. Happy Hour beim FCB nach der Unterschrift des neuen Trainers.

«Fischer, nie eine vo uns!!», skandierten die FCB-Fans mit einem Banner vor dem Media Center des FC Basel, wo der neue Trainer Urs Fischer vorgestellt wurde.

«Fischer, nie eine vo uns!!», skandierten die FCB-Fans mit einem Banner vor dem Media Center des FC Basel, wo der neue Trainer Urs Fischer vorgestellt wurde.

Fischer hat keine Angst davor, mit seiner «Züri-Schnurre» in Basel nicht anzukommen. «In St. Gallen und Thun gab es deswegen auch keine Probleme», schmunzelt Fischer. Und: Auch Christian Gross war eine «Züri-Schnurre», die es schaffte, beim FCB Geschichte zu schreiben. Heusler ist überzeugt, dass sich Fischer, wie damals Gross, bedingungslos mit den Aufgaben beim FCB identifiziert. «Ich werde alles daransetzen, dass bald meine Handschrift sichtbar wird», sagt Fischer. Am Montag nimmt der FCB das Training auf. Schon Ende Juli beginnt die Qualifikation für die Champions League.

Erfahren Sie hier, was der neue Trainer zu seiner Aufgabe sagt.

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