EM-Qualifikation

Inler muss gegen San Marino passen

Inler, Barnetta und Drmic (v.l.) nach der Ankunft am Flughafen Rimini.

Inler, Barnetta und Drmic (v.l.) nach der Ankunft am Flughafen Rimini.

Die Schweiz muss am Dienstag im EM-Qualifikationsspiel der Gruppe E in San Marino auf Gökhan Inler verzichten. Die Absenz des Captains war erwartet worden, 24 Stunden vor dem Spiel bestätigte sie Nationalcoach Vladimir Petkovic.

Inler hatte über das Wochenende wegen seiner muskulären Probleme im hinteren linken Oberschenkel nicht trainiert. Am Abend vor dem Spiel sagte Petkovic deshalb: "Er wird nicht dabei sein. Wenn ein Spieler nicht zu 100 Prozent alles geben kann, sollte er nicht spielen." Inler hatte zuletzt vor über einem Jahr in der WM-Qualifikation gegen Island gefehlt. Damals wegen einer Sperre.

Inlers Rolle vor der Abwehr wird Valon Behrami einnehmen. "Ich kann diese Position spielen und mich im Bedarfsfall auch auf die Höhe der Innenverteidiger zurückfallen lassen, um Konter zu unterbinden", so Behrami. Diese taktische Flexibilität hatte Petkovic im Training am Sonntag getestet.

«Es zählt nur der Sieg»

Wer neben Behrami und Granit Xhaka das Mittelfeld komplettiert, ist offen. Pajtim Kasami ist gegenüber Blerim Dzemaili zu favorisieren. Die Kreativität des offensiven Mittelfeldspielers von Olympiakos Piräus könnte wertvoll sein in einem Spiel gegen einen krassen Aussenseiter, der wohl mit neun Feldspielern den eigenen Strafraum abriegelt.

Weitere Fragezeichen gibt es in der Innenverteidigung (Steve von Bergen oder Fabian Lustenberger) und auf dem linken Flügel (Josip Drmic oder Admir Mehmedi oder sogar Tranquillo Barnetta). "Wir wissen bei Petkovic erst am Spieltag, wer spielt", sagte Mehmedi.

Nach zwei Niederlagen zum Start in die EM-Qualifikation gegen England und Slowenien kennen die Schweizer derweil ihre Aufgabe in San Marino sehr genau. "Wir wollen gewinnen und dabei überzeugen", sagte Petkovic und verwendete dabei ein italienischen Wortspiel ("vincere e convincere"). "Es zählt nur der Sieg", meinte auch Stephan Lichtsteiner. "Wir hoffen auf ein schnelles Tor." Wie das geht, weiss Behrami: "Gegen einen solchen Gegner müssen wir den Rhythmus sofort sehr hoch halten."

EM-Qualifikation 2016. Gruppe E

San Marino - Schweiz, Dienstag, 20.45 Uhr. - Olimpico, Serravalle. - SR Chapron (Fr).

Mögliche Aufstellungen:

San Marino: Simoncini (Libertas); Palazzi (Tre Penne), Fabio Vitaioli (Murata), Della Valle (Folgore), Brolli (Folgore), Battistini (Juvenes Dogana); Hirsch (Folgore), Tosi (Folgore), Chiaruzzi (Tre Penne), Matteo Vitaioli (Fiorentino); Selva (La Fiorita).

Schweiz: Sommer (Borussia Mönchengladbach); Lichtsteiner (Juventus Turin), Djourou (Hamburger SV), Von Bergen (Young Boys), Rodriguez (Wolfsburg); Kasami (Olympiakos Piräus), Behrami (Hamburger SV), Xhaka (Borussia Mönchengladbach); Seferovic (Eintracht Frankfurt), Shaqiri (Bayern München), Drmic (Bayer Leverkusen).

Bemerkung: Schweiz ohne Inler, Senderos und Schär (alle verletzt).

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