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Ibrahimovic: «Die WM braucht Zlatan mehr als Ronaldo»

Zlatan Ibrahimovic hat das Barragespiel um die WM zwischen Schweden und Portugal verbal eröffnet. Die WM brauche Zlatan mehr als Ronaldo, gibt sich der schwedische Goalgetter selbstbewusst. Heute Abend spielen die beiden gegeneinander.

Der schwedische Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic liefert wieder einmal ein Beispiel, wieso er nicht für seine Bescheidenheit bekannt ist. Vor der Barrage-Partie zur WM in Brasilien zwischen Schweden und Portugal lässt er in der «Daily Mail» verlauten: «Die WM braucht Zlatan mehr als Ronaldo.» Er zollt seinem Konkurrenten zwar Respekt und anerkennt, dass der Spieler von Real Madrid sicher zu den Besten gehöre. «Aber die Begeisterung und spektakulären Tore, die ich in ein Spiel bringe, kann er nicht erreichen.»

Portugal – Schweden: Wer ist wirklich der Bessere? Eines haben die Stürmerstars derzeit gemeinsam: Die Angst, den Saisonhöhepunkt vom Sofa aus verfolgen zu müssen. Wen das Horror-Szenario ereilt, wird zwischen heute Abend (20.45 Uhr) und kommenden Dienstag ermittelt. Fest steht, dass sowohl der portugiesische Stürmer von Real Madrid wie auch der schwedische Angreifer von Paris St-Germain derzeit in absoluter Topform sind. Ronaldo hat in 20 Spielen 28-mal getroffen, Ibrahimovic in 21 Partien 20-mal. Wer aber nun von den beiden der bessere oder spektakulärere Stürmer ist, darüber werden die Meinungen auch nach den entscheidenden Spielen noch auseinandergehen. Schweden gegen Portugal ist denn auch nicht nur das Duell der beiden Superstars, denn allein hat noch kein Spieler eine Weltmeisterschaft erreicht.

(Quelle: Youtube.com)

Ibrahimovic und Ronaldo: Ihre schönsten Tore

Ukraine – Frankreich: Den Barrage-Fluch überwinden. In Europa gibt es noch drei weitere WM-Plätze zu besetzen. Einen davon würden gerne «Les Bleus» einnehmen. Die Franzosen sind sich den Gang in die Relegation bereits von der letzten WM-Qualifikation 2010 gewöhnt. Damals konnte man sich nur dank eines umstrittenen Handtores von Thierry Henry gegen Irland noch qualifizieren. Zuversichtlich wird die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps allerdings stimmen, dass Gegner Ukraine bis anhin noch nie eine Barrage vor einer Weltmeisterschaft gewinnen konnte. 1998, 2002 und 2010 bedeuteten die Relegationsspiele jeweils Endstation für die ehemalige Sowjetrepublik. Nach der enttäuschenden Heimeuropameisterschaft 2012 und dem Rücktritt von Lichtgestalt Andrij Schewtschenko befindet sich das Team im Umbruch. Die beiden Supertalente Andrij Jarmolenko (Dynamo Kiew) und Eugene Konoplianka (Dnjepr Dnjepropetrowsk) lassen Trainer Oleg Blochin zumindest von einer glorreichen Zukunft träumen.

Griechenland – Rumänien: Das ausgeglichene Duell. Eine Begegnung auf Augenhöhe ist der Vergleich zwischen dem Europameister von 2004 und Rumänien. Sieben Tore in sechs Spielen reichten den Griechen damals zum Titel, dieser Minimalismus ist auch heute noch Programm. In der Qualifikation gelang ihnen das Kunststück, mit einem Torverhältnis von 12:4 25 Punkte zu sammeln. In zehn Partien traf Griechenland so oft wie Gruppensieger Bosnien-Herzegowina in seinen beiden Partien gegen Liechtenstein. Rumänien brachte es immerhin auf
19 Tore, 8 davon allerdings gegen Fussballzwerg Andorra. Von den letzten zehn Direktduellen gewannen beide Nationen je vier (bei zwei Unentschieden). Und auch wenn Rumänien vor zwei Jahren, bei der bisher letzten Begegnung, 3:1 siegte: Wer vorhat, auf ein Offensivspektakel zu wetten, kann sein Geld auch gleich dem griechischen Staat schenken.

Island – Kroatien: Premiere und Rekord möglich. Island steht vor den entscheidenden Barrage-Spielen gegen Kroatien kopf. Die 10 000 verfügbaren Karten für das Heimspiel in Reykjavík waren innert kürzester Zeit vergriffen. Kein Wunder, so nahe wie jetzt war die kleine Insel einer WM-Teilnahme noch nie. Die Überraschungsmannschaft des schwedischen Trainers Lars Lagerbäck kann mit Gylfi Sigurdsson (Tottenham), Kolbeinn Sigthorsson (Ajax Amsterdam) und Alfred Finnbogason (Heerenveen) auf einige hoffnungsvolle Talente zählen. Dies erklärt auch den aktuellen Höhenflug. Die Isländer würden bei einer allfälligen Qualifikation zudem noch einen Rekord brechen. Mit seinen 320 000 Einwohnern wäre der südöstlich von Grönland gelegene Inselstaat das kleinste Land, das jemals an einer Weltmeisterschaft teilgenommen hat. Aktuell hält dieser Rekord Trinidad und Tobago (1,3 Mio.), das 2006 an der WM in Deutschland dabei war. Wenn es nach den Kroaten geht, kann dieser Rekord getrost noch eine Weile bei den Karibik-Kickern bleiben. Das Team von Interimstrainer Niko Kovac möchte nach der verpassten WM 2010 in Südafrika in Brasilien wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei sein.

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