"Ich weiss genau, was der amerikanische Fussball braucht, ich weiss genau, wie man das erreicht", schrieb Solo, die 202 Mal das Tor des US-Nationalteams gehütet und dabei 2008 und 2012 olympisches Gold und 2015 WM-Gold gewonnen hatte.

Solos internationale Karriere endete 2016, nachdem sie vom eigenen Verband für sechs Monate gesperrt worden war. Zuvor hatte die Torhüterin nach dem Viertelfinal-Out der USA bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Gegnerinnen aus Schweden für ihre defensive Taktik beleidigt und einen "Haufen von Feiglingen" genannt. Schon zuvor stand Solo wegen Eskapaden auch im familiären Bereich im medialen Zentrum. Sie war aber auch Wortführerin im Disput um die Gleichbehandlung mit den männlichen Nationalspielern, was die Bezahlung durch den Verband angeht.

Im Zug der weltweiten Anschuldigungen wegen Sexismus gegen prominente Männer brachte sich Hope Solo diesen November in die Schlagzeilen, indem sie den früheren FIFA-Präsidenten Joseph Blatter bezichtigte. Der Walliser habe sie an der FIFA-Gala 2013 in Zürich unsittlich berührt.

Die benötigten Unterstützungserklärungen für die im kommenden Februar stattfindende Wahl des amerikanischen Verbandes soll Solo haben. Ausser ihr haben bereits acht weitere Kandidaten ihre Ambitionen auf den Posten geäussert. Der derzeitige Präsident Sunil Gulati hatte am Montag erklärt, er wolle nach dem blamablen Verpassen der WM 2018 nicht zur Wiederwahl antreten.