Schweizer Nati-Aufgebot
Hitzfeld: «Ich musste bei Gavranovic ein Zeichen setzen»

Ottmar Hitzfeld hat das Nati-Aufgebot bekannt gegeben: Der FCZ-Stürmer Mario Gavranovic fehlt - wegen seiner Disziplinlosigkeit im Verein. Dafür sind Derdiyok, Mehmedi und Djourou wieder im Team. Hitzfeld hat für jede Position zwei Spieler nominiert.

Etienne Wuillemin
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Der Schweizer Fussballnationaltrainer Ottmar Hitzfeld gab heute Morgen sein Aufgebot für die Spiele gegen Albanien und Slowenien bekannt. Nicht dabei ist Mario Gavranovic.

«Nationalspieler haben eine Vorbildsfunktion gegenüber Nachwuchsspielern. Es ist wichtig, dass man auch Zeichen setzt», sagt Hitzfeld.

Gavranovic wurde nach einem Disput mit FCZ-Assistenztrainer Massimo Rizzo in den Nachwuchs versetzt.

«Ohne diesen Vorfall wäre er dabei gewesen», sagt Hitzfeld. «Ich habe Gespräche mit FCZ-Trainer Urs Meier und auch mit Gavranovic selbst geführt - nun geht es auch darum, gegenüber Zürich Loyalität zu zeigen», so Hitzfeld.

Die Türe für Gavranovic im Nationalteam ist nicht zu. «Sobald er wieder spielt und gute Leistungen zeigt, ist er auch bei uns wieder ein Thema», sagt Hitzfeld. «Er ist torgefährlich und hat uns schon häufig geholfen.»

Drei Rückkehrer im Team

Wieder im Team hingegen ist Eren Derdiyok. Er gehört wieder zum Schweizer Nationalteam. Der Stürmer von Bayer Leverkusen wurde von Coach Ottmar Hitzfeld erstmals seit dem letzten März aufgeboten.

Derdiyok war im letzten halben Jahr von Hitzfeld nicht mehr nominiert worden, weil er bei Hoffenheim nicht mehr zum Einsatz gekommen war. Anfang September hat der Stürmer leihweise zu Bayer Leverkusen gewechselt, wo er seither in der Bundesliga und in der Champions League immerhin je einmal als Einwechselspieler auflaufen durfte.

Ohne Klose und Zuber

Neben Derdiyok kehren für die WM-Qualifikationsspiele gegen Albanien (11. Oktober) und Slowenien (15. Oktober) auch Abwehrchef Johan Djourou und Stürmer Admir Mehmedi zurück.

In den letzten Spielen gegen Island und Norwegen hatte Djourou wegen einer Verletzung gefehlt, Mehmedi war nicht berücksichtigt worden, weil er zum Saisonbeginn beim SC Freiburg nur wenig zum Einsatz gekommen war. Für die Rückkehrer Djourou und Mehmedi müssen Timm Klose (Wolfsburg) und Steven Zuber (ZSKA Moskau) zuhause bleiben.

Hitzfeld hat insgesamt drei Torhüter und 20 Feldspieler nominiert. Das Aufgebot ist frei von Überraschungen. Hitzfeld hat für jede Position in seinem 4-2-3-1-System zwei Spieler nominiert.

WM-Qualifikation. Schweizer Aufgebot für die Spiele gegen Albanien (11. Oktober) und Slowenien (15. Oktober).

Tor: Diego Benaglio (Wolfsburg), Yann Sommer (Basel), Marco Wölfli (Young Boys). -

Verteidigung: Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin), Ricardo Rodriguez (Wolfsburg), Johan Djourou (Hamburger SV), Steve von Bergen (Young Boys), Fabian Schär (Basel), Philippe Senderos (Fulham), Reto Ziegler (Sassuolo), Michael Lang (Grasshoppers). -

Mittelfeld/Sturm: Gökhan Inler (Napoli), Valon Behrami (Napoli), Blerim Dzemaili (Napoli), Gelson Fernandes (Freiburg), Xherdan Shaqiri (Bayern München), Granit Xhaka (Borussia Mönchengladbach), Valentin Stocker (Basel), Tranquillo Barnetta (Eintracht Frankfurt), Josip Drmic (Nürnberg), Haris Seferovic (San Sebastian), Eren Derdiyok (Bayer Leverkusen), Admir Mehmedi (Freiburg).