Gestern Abend im Spiel zwischen Barcelona und Chelsea tickt in der 37. Minute Chelsea-Captain John Terry komplett aus und lässt sich zu einer Tätlichkeit hinreissen (siehe Video).

Die englische Boulevard-Medien zeigten nach der Attacke Terrys wenig erbarmen mit dem sonst erfahrenen, abgeklärten Verteidiger. So betitelte das englische Boulevard-Blatt «The Sun» den Nationalspieler nach dessen Aussetzer als «brain-dead Terry» – «hirntoter Terry». Und weiter: Ein Moment des Wahnsinns, indem Terry das Blut in den Kopf geschossen ist.»

Nach dem Spiel zeigte sich Terry einsichtig und gab zu, dass das Foul rotwürdig war. «Ich habe mein Knie angehoben, was ich vielleicht besser nicht hätte tun sollen», so Terry.

Doch dann holte er tief Luft und ergänzte: «In der Wiederholung sah es schlimm aus, aber diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich sonst nicht zu dieser Sorte Spieler gehöre, die so etwas tun.»

Ob das eine Entschuldigung war? Klar ist, dass Terry dem FC Chelsea im Champions League-Final fehlen wird. Dabei ist er nicht der einzige im Chelsea-Kader: Mit Ramires, Ivanovic und Meireles hat der ehemalige Aarau-Spieler und derzeitige Interimscoach Chelseas, Roberto di Matteo, drei weitere Stammspieler im Kader, die im Final wegen Gelbsperren nicht antreten dürfen.

Heute Abend findet der zweite Halbfinal statt. Real Madrid gegen Bayern München. Experten schätzen, dass im heutigen Halbfinal sogleich der Champions League-Sieger ermittelt wird – weil die Spieler von Chelsea zu viele Karten holten und im Final nur mit Abwesenheit brillieren können. (sha)