Deutschland

Heynckes in der Zwickmühle

Der künftige Bayern-Trainer Jupp Heynckes muss in München gewinnen

Der künftige Bayern-Trainer Jupp Heynckes muss in München gewinnen

Viel Brisanz verspricht das Bundesliga-Duell am Sonntag zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen. Der künftige Bayern-Trainer Jupp Heynckes braucht einen Sieg, um im Titelrennen zu bleiben.

Auch für die Münchner steht besonders viel auf dem Spiel, sie kämpfen im Fernduell mit Hannover 96 um Rang drei, der zur Teilnahme an der Champions League-Qualifikation berechtigt. Hannover liegt aktuell einen Zähler vor dem viertplatzierten Titelverteidiger, der die verkorkste Saison nicht auch noch mit einem Negativerlebnis beenden will. Die Hannoveraner, die ihren Vereinsrekord mit 53 Punkten übertroffen haben, treten bereits am Samstag beim Hamburger SV an und könnten den Druck auf die Bayern zusätzlich erhöhen.

Für Heynckes zählt derzeit nicht seine Bayern-Zukunft, sondern seine Bayer-Gegenwart. "Das Stadion, der Gegner, die Konstellation - das alles ist faszinierend. Bayern ist Rekordmeister, Branchenführer, das heisst, dass wir noch eine Schippe drauflegen müssen. Und dass ich Trainer von Bayer bin, wir neun Punkte Vorsprung haben und die Bayern um Platz drei kämpfen, macht die Sache zusätzlich interessant", sagte der 65-Jährige. Sein Tipp für "das ganz gewöhnliche Spiel" lautet: "Wir gewinnen 2:1. Und dann springe ich vor Freude an die Decke!"

Unter Interimstrainer Andries Jonker, der nach der Trennung von Louis van Gaal für die Bayern und Nachfolger Heynckes die "Königsklasse" fixieren soll, soll nach dem Wunsch des Vorstandschefs Karl-Heinz Rummenigge der Funken vom Platz auf den Anhang überspringen. Die Gastgeber haben gegen Bayer seit 21. Oktober 1989 (0:1) keines ihrer jüngsten 20 Liga-Heimspiele verloren.

Den Münchnern droht Bastian Schweinsteiger ("Wir sind stärker als Bayer, ich habe keine Lust auf die Europa League"), der im Training eine Knöchelblessur erlitt, auszufallen. Trotz der düsteren Vorzeichen und dem "Horrorszenario" namens Europa League wollen es die Bayern ihrem künftigen Trainer zeigen. "Wir haben eine schwierige Situation, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir der FC Bayern sind. Bayer ist kein direkter Konkurrent mehr", sagte Mittelfeldspieler Thomas Müller.

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