Fussball
Heiko Vogel zurück bei Bayern: «Der Hammer, dass ich wieder hier sein kann»

Heiko Vogel hat wieder einen Job: Er kehrt zum FC Bayern München zurück – als U19-Trainer. Der 37-Jährige war bereits von 1998 bis 2007 in der Juniorenabteilung des Deutschen Rekordmeisters tätig. Der EX-FCB-Coach ist überglücklich.

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Heiko Vogel kehrt zum FC Bayern München zurück (Archivbild).

Heiko Vogel kehrt zum FC Bayern München zurück (Archivbild).

Keystone

Heiko Vogel kehrt nach seinem Champions-League-Ausflug mit dem FC Basel zu seinen Wurzeln zurück und wird U19-Trainer bei Bayern München. Ein Jahr und 14 Tage, nachdem er beim Schweizer Rekordmeister entlassen wurde, hat er einen neuen Job.

Der 37-Jährige, der bereits von 1998 bis 2007 mehrere Junioren-Mannschaften der Bayern bis zur U17 trainiert und dabei heutige Nationalspieler wie Philipp Lahm, Thomas Müller, Holger Badstuber oder Mats Hummels geformt hat, wird Nachfolger des zum Drittligisten SV Wehen Wiesbaden abgewanderten Marc Kienle. Kienle hatte die älteste Nachwuchs-Mannschaft des Triple-Siegers seit Sommer 2012 betreut.

«Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und auf viele bekannte Gesichter», sagte Vogel. Und Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erklärte: «Das ist ein Mann, von dem wir sehr überzeugt sind. Wir hatten ihn schon länger auf dem Radar.»

«Das ist der Hammer, dass ich weider hier sein kann»

Bereits heute absolvierte Vogel seinen ersten Arbeitstag und gab der vereinseigenen Homepage ein exklusives Interview, in dem er überglücklich scheint: «Ich bin glücklich, dass ich jetzt wieder hier sein kann - bei diesem Wahnsinnsverein, diesem tollen Umfeld. Das ist der Hammer. Das Feuer in mir brennt.»

Vogel, der sich selbst als Fussball-Romatiker bezeichnet, sieht sein neues Engagement keinesfalls als Rückschritt. «Hier kann ich die Entwicklung der Talente unmittelbar beeinflussen, hier kann ich gestalten. Das ist etwas Wunderschönes. Größere Ziele kann ich nicht haben. Ich möchte unserer Profimannschaft und Pep Guardiola Spieler zuführen.»

Versöhnliche Töne und lobende Worte

Im Interview auf seinen ehemaligen Arbeitgeber und die Kündigung angesprochen, zeigte sich Vogel versöhnlich: «Das hat schon wehgetan damals. Es war eine Sache des Stolzes, ich war verletzt. Aber: Mittlerweile bin ich drüber hinweg. Es war eine geile Zeit und ich habe noch super freundschaftliche Kontakte nach Basel.»

In München wird Vogel auf einen ehemaligen Schützlin aus Basler Zeiten treffen: Xherdan Shaqiri. Noch immer ist er vom Kraftwürfel begeistert: «Shaq ist einzigartig. Schon sein Aussehen: Er ist für mich ein kleiner Hulk. Und seine fußballerischen Fähigkeiten sind unbestritten. Wie er sich mit dem Ball drehen kann, was für Pässe er spielt. Das ist brillant. In der Schweiz ist er ein absoluter Superstar.»

Vogel, mit Basel nach dem Double-Gewinn und einem Vorrunden-Sieg gegen Manchester United im Achtelfinale der Champions League 2012 an den Bayern gescheitert (1:0/0:7), unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2016. Seit seiner Entlassung in der Schweiz im Oktober 2012 war er ohne Verein.

Bei seinen ehemaligen Jugendspielern bei Bayern München hat Vogel, der selbst drittklassig gespielt hat, einen guten Ruf. «Er ist ein angenehmer Mensch und guter Charakter. Und er hat etwas Besonderes an sich», sagte beispielsweise Badstuber. Und Müller lobte: «Er ist ein lockerer Typ, hat immer einen guten Spruch parat. Wir haben viel Spaß gehabt mit ihm. Er kann aber auch Chef sein.» (cfe)