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«Guten Tag und Grüss Gott»: Bayern-Trainer Pep Guardiola stellt sich in München vor

In der grössten Pressekonferenz, die der FC Bayern München jemals ausgerichtet hat, wurde der neue Mann an der Seitelinie vorgestellt: Pep Guardiola erklärt in perfektem Deutsch, weshalb er zu Bayern gekommen ist und wie er mit dem Druck umgeht

Es war die grösste Pressekonferenz, die der FC Bayern München in der Allianz Arena jemals ausgerichtet hat. Über 240 Journalisten aus elf verschiedenen Ländern waren anwesend. Vier deutsche Sender und sogar «Barça TV», der clubeigene Sender des ehemaligen Arbeitgebers von Guardiola, übertrugen die Pressekonferenz live.

Bereit für die neue Herausforderung

Um 12:07 richtete der neue Trainer der Bayern an seinem ersten Arbeitstag in München das Wort an die anwesende Medienschar. «Guten Tag und Grüss Gott meine Damen und Herren», waren seine ersten Worte.

Auch in der Folge beantwortete er alle Fragen in überraschend gutem Deutsch. Gelernt hat er die Sprache seines neuen Arbeitgebers in New York, wo er im vergangenen Jahr mit seiner Familie gelebt hat.

Auf die Frage, warum er zum FC Bayern München gewechsel hat, antwortete Guardiola: «Wegen der Geschichte des Vereins und wegen den Spielern.»

Er sei bereit, für eine neue Herausforderung nach seiner Zeit beim FC Barcelona und bedankte sich für die Chance, die ihm der FC Bayern gegeben habe.

«Er darf das»

Bereits vor zwei Jahren ist der erste Kontakt zwischen Guardiola und dem FC Bayern zustande gekommen.

«Am Audi Cup, wo der FC Barcelona ebenfalls mitspielte, haben Uli, Pep und ich gemeinsam einen Kaffee getrunken», erklärt der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

Man habe schnell gemerkt, dass man dieselbe Philosophie pflege und man habe daher den Kontakt gehalten.

Im letzten Jahr wurden die Gespräche mit Guardiola konkreter. Bayerns Seele Uli Hoeness reiste nach New York und besuchte Guardiola und dessen Familie in ihrer Wohnung.

«Ich habe bereits nach fünf Minuten gespürt: Das passt», so Hoeness. Im mehrstündigen Gespräch über Fussball hat der Spanier dann sogar seinen Laptop hervorgeholt.

«Etwas, das ich überhaupt nicht mag. Aber er darf das», meinte Hoeness lachend.

Das Niveau halten

An der Pressekonferenz wurde auch über den Druck gesprochen, mit dem der neue Trainer nach der grandiosen Saison des FC Bayern umgehen muss.

«Ich muss den Vergleich zum Vorjahr akzeptieren. Ich muss aber in der Lage sein, damit zu leben. Ich habe viel Druck hier, aber ich bin mir dessen bewusst. Ich übernehme eine Mannschaft, die letztes Jahr aussergewöhnlich gespielt hat», so Guardiola.

Welche Ziele peilt Guardiola mit den Bayern an? «Ich versuche, das hohe Niveau von meinem Vorgänger Jupp Heynckes zu halten. Aber jeder Trainer hat seine eigenen Ansichten und natürlich werde ich einige Dinge ändern. Aber wenn man vier Titel gewonnen hat, muss man nicht viel ändern», sagt er.

Welche Dinge er konkret ändern möchte, behielt er dann aber doch für sich.

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