Bei der Copa America 2011 in Argentinien war Guerrero mit fünf Toren Topskorer des Turniers gewesen, nachdem er im Spiel um Rang 3 gegen Venezuela (4:1) drei Treffer erzielt hatte. In Temuco war er gegen Bolivien nun erneut dreimal erfolgreich.

Die ersten beiden Tore erzielte Guerrero innerhalb von drei Minuten. In der 20. Minute traf der einst bei Bayern München und dem Hamburger SV tätige Stürmer von Flamengo Rio de Janeiro nach einer schönen Flanke von Juan Vargas per Kopf. Es war dessen erster Turniertreffer. In der 23. Minute kam Guerrero nach einem mustergültigen Konter und einem herrlichen Pass von Christian Cueva in die Schnittstelle aus etwa acht Metern frei zum Abschluss und liess dem bolivianischen Keeper Romel Quiñónez keine Chance. Beim 3:0 profitierte er von einem peinlichen Fehlpass von Danny Bejarano, worauf er erneut alleine auf Quiñónez losziehen konnte.

Der peruanische Trainer Ricardo Gareca hat seine Mannschaft mit drei Stürmern äusserst offensiv eingestellt. Dem hatten die Bolivianer zunächst wenig entgegenzusetzen. In der 30. Minute bot sich Marcelo Moreno allerdings die grosse Chance zum Anschlusstreffer, doch wehrte der peruanische Goalie Pedro Gallese den Kopfball mirakulös ab. Moreno war es auch, der in der 84. Minute per Foulpenalty für den Ehrentreffer verantwortlich zeichnete.

Im Halbfinal trifft Peru am Montag auf Gastgeber Chile, der sich am Tag zuvor gegen Uruguay 1:0 durchgesetzt hat. Bolivien überstand immerhin erstmals seit dem Finaleinzug im Jahr 1997 die Vorrunde.