Sieben Meistertitel, sechs Cupsiege, vier Mal mit dem FC Basel in der Champions League. Scott Chipperfield wurde noch während seiner Aktivzeit in Basel zur lebenden Legende. Am letzten Spieltag der Saison 2011/12 bestritt er nach elf Jahren sein letztes Spiel im rotblauen Dress.

«Chippy» wurde nun in seinem Heimatland eine ganz besondere Ehre zuteil. Der australische Fussballverband nahm den 36-Jährigen in seine «Hall of Fame» auf. Für seine vielen Verdienste rund um den Fussball in Down Under. Laut dem Bericht einer australischen Nachrichtenseite reagierte Chipperfield schockiert, als er davon erfuhr.

«Sie benannten eine Bar nach mir»

2001 flatterte beim damaligen Spieler des Wollongong FC ein Angebot aus Basel ins Haus. «Ich hätte nie gedacht, dass ich aus Australien weggehe. Vor allem nicht nach Basel, weil ich noch nie etwas von diesem Ort gehört habe», sagt Chipperfield, «aber: ich bin sehr glücklich, dass ich es getan habe.»

In seiner ersten Saison wurde er mit dem FCB direkt Meister, dann folgte die glorreiche Champions-League-Saison 2002/03. Bis zum letzten Sommer folgten unzählige weitere Titel und Triumphe.

«Sie benannten eine Bar nach mir», so Chipperfield lachend auf die Frage, welches Andenken er in Basel geniesse. Seit dem Sommer brutzelt er im «Chippys Corner», der beim St. Jakob Park steht und bei jedem FCB-Heimspiel geöffnet hat, selber die Hamburger und gibt vorbeikommenden Fans Autogramme.

Obwohl er seine Profikarriere beendet hat und immer wieder andeutete, dann nach Australien zurückzugehen, ist sein Lebensmittelpunkt noch in der Schweiz. Chipperfields Kinder leben in der Schweiz bei ihrer Mutter. Von ihr hat er sich im Sommer scheiden lassen. Schlagzeilen machte Chipperfield zuletzt, als er nach einer feuchtfröhlichen Party in der Region Basel betrunken ins Auto stieg und anschliessend den Wagen zu Schrott fuhr.