Fussball
Grenchner Investor zieht Angebot zurück, betont aber: «Die Rettungsaktion für FC Biel war mir sehr ernst»

Der Financier Martin von Burg aus Grenchen will nun doch nicht 800'000 Franken beisteuern, um den FC Biel zu retten. Damit springt auch der letzte Investor ab.

Drucken
Teilen
Der kriselnde FC Biel ist ohne Lizenz und ohne Investor. (Archiv)

Der kriselnde FC Biel ist ohne Lizenz und ohne Investor. (Archiv)

KEYSTONE/LUKAS LEHMANN

Der Grenchner «Investor», der mit 800'000 Franken den FC Biel retten wollte, kann jetzt sein Geld auf der Bank lassen. Nachdem dem FC Biel die Spiellizenz entzogen worden sei, habe sich das Thema erledigt, meint von Burg auf Anfrage.

Er bedaure den voreiligen Schritt der Ligakommission, welche dem Verein so kurz vor der Rettung den Stecker gezogen habe. «Es ist ein abgekartetes Spiel, man wollte den FC Biel gar nicht retten, also gleich wie vorher den FC Grenchen», so von Burgs Analyse.

Der finanzielle Niedergang des FC Grenchen in der 80er Jahren habe im übrigen nichts mit ihm zu tun, wehrt er sich. «Ich war damals gezwungen den FC Grenchen zu retten. Dabei war ich gar nicht für die Finanzen verantwortlich.»

Auf die Frage, wie ernst es denn ihm mit der Rettungsaktion für den schlingernden Fussballclub gewesen sei, meint er: «Sehr ernst. Ich wollte effektiv helfen. Ich habe keine Profilneurose.»

(Nicht nur) in Grenchen haben allerdings viele an von Burgs finanzieller Potenz gezweifelt. Nun kann er sie nicht zeigen. Auf die Frage, ob er denn das nötige Geld auch gehabt hätte, sagt er. «Meinen Sie, ich hätte das nur geträumt?» (at.)

Aktuelle Nachrichten