Marotta gilt als Baumeister der grossen Erfolge von Juventus in den letzten Jahren. Er kam 2010 von Sampdoria Genua zum Rekordmeister, orchestrierte ein Jahr später den Umzug ins neue Stadion und baute eine Mannschaft auf, die seit 2011/2012 ununterbrochen den Scudetto holte.

Marottas grösste Leistung bei Juventus Turin war die Zusammenstellung der ersten Meistermannschaft, die er in der Folge punktuell verstärkte und die 2015 unter Massimiliano Allegri den Final der Champions League erreichte. In der Startformation jener Partie gegen den FC Barcelona standen acht Spieler - darunter der Schweizer Stephan Lichtsteiner -, die zwischen 2011 und 2014 unter Marotta zu Juventus Turin gewechselt hatten - für insgesamt lediglich 53 Millionen Euro.

Vor der Ära von Marotta in Turin hatte Juventus die Saison 2009/10 in der Serie A im 7. Rang abgeschlossen. In Mailand erhoffen sie sich unter und dank dem neuen Geschäftsführer einen ähnlichen Steigerungslauf. Den letzten Titel holte Inter vor mehr als sieben Jahren. Es war der Triumph im italienischen Cup unter Trainer Leonardo, dem heutigen technischen Direktor von Stadtrivale Milan.